Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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von Suarez Handschrift eine später durchstrichmeBestim-
mung des Jnhals:
„Bei wechselseitigen Zögerungen trägt derjenige, welcher
sich derselben zuletzt schuldig gemacht hat, die daraus
entstehenden Folgen."
Die revisio monitorum
Materialien, Bd. LXXX. fol. 278.
enthält zu diesem Satze folgende Marginal-Bemerkung von
Suarez:
„Der Satz: ultima wora uocet, ist nicht ganz richtig.
Man denke sich einen Fall, ubi dies interpellat pro
homine. Elapso die ist der debitor in mora. Er
macht keine Anstalt zur Zahlung, ungeachtet sich der cre-
ditor zu deren Annahme bereit zeigt. Endlich nach Jahr
und Tag vfferirt er die Zahlung, und nun ist der cre-
ditor in mora accipiendi. Sollte da der debitor für
die Zwischenzeit nicht usuras morae zahlen müssen? Der
Satz ist nur dann richtig, wenn nicht ausgemittelt wer-
den kann, wann die letzte mora angefangen habe, und
man also annehmcn muß, daß der zweite so gut, als der
erste, in mora gewesen sei."
Hierauf sind die §§. 24 und 25. des Textes entwor-
fen, die dadurch erst recht klar werden, daß man von der
Voraussetzung ausging, die verzögerte Annahme des Be-
rechtigten hebe die Folgen des gegenseitigen Verzuges. Die
vorhergehenden §§. 22 und 23. haben nur gegenseitige Ver>
pflichtungen im Auge, und corrcspondiren in soweit mit
den §§. 232 und 271. Tit. 5. Th. I. In diesen Para-
graphen ist jedoch nur von der Erfüllung überhaupt, in den
§4. 22. 23. von den Folgen der eintretende» Zögerung, die
Rede. Wollte man aber. den §. 24. ebenfalls auf gegen-
seitige Leistungen beziehen, wie man nach dem Zusammen-
hänge zu thun geneigt sein möchte, so würde immer eine

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