Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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Cap. 263. 44. I. 2. °):
Und stirbet eynem man sein weib und soll er gelten und
hat nicht ze gelten, und nymbt er eyn ander weib die
im varendt Gut gibt, er gibt von dem varenden Gut
wol. und sol auch davon gelten.
2. Das ist davon geseczet das der man seynes weybs
vogt und meyster ist."
Cap. 277. §. 2.:
„Ein weibe mag ires Gutes nicht hingeben on ihres
mannes Urlaub, und on seynen willen, noch ein man
on seynes weibs willen, wann als hyevor gespro»
chen ist."
Cap. 303. $. 3.:
„Wirbt aber er ir gut an, das sie zu im bracht hat,
unnd stirbet der man und mag sy selb britt erzewgen
das es ir Wille nitt was. man sol ir ir gut
widergeben. Unnd was das Gut gölten hat."
Cap. 302. §. 2.:
„Unnd ist das eyn man feines weybs morgengab verkauf«
fen wille, oder versetzen, oder wye er cs antwurt. es sey
mit irem willen, oder onc iren willen. Dieweyl der
man lebet unnd sy darauff klaget, man sol ir umb ir
, morgengab recht thun. will icht sy auff ir czwu brüste,
unnd auff ir zwee zöpffe schweren ob sy die hat. das
es ir Wille nye würde. Der richtet soll ir ir morgengab
wider antwurken."
Die allgemeine Sitte steht noch heute der eigenmäch«
tigen Veräußerung des Mannes entgegen. Das österreich«
sche Gesetzbuch, in welchem Dotalrecht angenommen ist,
behandelt den Ehemann sogar in Ansehung der Dotalsachen

6) Nach der Ausgabe im 2. Theil dcS Senckenbergischen
eorp. jur. gerra, med. aev.

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