Full text: Volume (Bd. 2 (1834))

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ßen Reichthum an Casuistik angehauft haben, und drittens,
der Vergleichung wegen, die ftemden neuern Gesetzgebungen,
als eben so viele factische Unterlagen und historische Hülfs-
mittel, wesentlich erforderlich sein. Beitrage hierzu enthalten
bereits die von Strombeck'schen Bemerkungen in den
v. Kamptz'schen Jahrbüchern, Bd. IX. S. 55 — 109.
S. 289— 352, so wie der Bielitzsche Commentar zum
Landrechte, Bd. I. S. 18 — 93. Demnächst würde aber
wieder dieser aufgesammelte Stoff, zur Erkenntniß des Ge-
gebenen und zur Ausfüllung der Lücken, wissenschaftlicher
Durchdringung und Verarbeitung bedürfen. Indessen mö-
gen auch, ein solches Unternehmen vorzubereiten, einzelne Be-
merkungen, wie sie sich von dem Standpuncte des Einzel-
nen ergeben, diensam und förderlich sein.
Nach seinem allgemeinen und hauptsächlichen Zwecke
enthält das Publications- Patent, unter Befolgung und Wie-
derholung der in der Einleitung selbst, §§. 1—6. 14—21,
enthaltenen Principien, die Verordnungen über das Verhält-
niß und die Stellung des neuen Rechts zu den verschiede-
nen älter» Rechten, theils zu den besonderen, welche dane-
ben fortdauern, theils zu den allgemeinen, welche für die
Zukunft in so fern wegfallen sollen, als das neue Recht an
ihre Stelle einzutreten bestimmt ist. In Beziehung auf letz-
tere enthält der §. VIII. ‘2) über das Verhältnis! des neuen

12) §. VIII. „So wie überhaupt ein neues Gesetz auf vergan-
gene Fälle nicht gezogen werden mag, so soll dieser Grundsatz auch
bet der Anwendung des gegenwärtigen Landrechts beobachtet, und da-
bei im Allgemeinen nur auf die §§. 14 — 20. der Einleitung vorge-
schriebenen Bestimmungen Rücksicht genommen werden: wie Wir denn
überhaupt ausdrücklich verordnen, daß ein Zeder, welcher sich zur Zeit
der Publication dieses Landrechts in einem nach bisherigen Gesetzen
gültigen und zu Recht beständigen Besitze irgend einer Sache oder
eines Rechts bestndet, dabei gegen Jedermann geschützt, und in dem

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