Full text: Volume (Bd. 7 (1874))

Literatur.

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Ergebnissen auf dem Gebiete des bayerischen Statuten- und insbesondere
auch des Gerichtsorganisationswesens rühmend hervorheben und es als
einen willkommenen Zufall preisen, daß er durch die vorhin besprochene
kleine' Gelegenheitsarbeit veranlaßt war, den einen und anderen Satz
seines Werkes in prä- und konziserer Form zu wiederholen. Wir
verfehlen nicht, da wir im Einzelnen hier nicht darauf zurückkommen
wollen, noch einmal zu betonen, daß wir selbst unsere Arbeit über die
bayerischen Statuten, oder, wie sich in Bayern der technische Ausdruck ge-
bildet hat, über die bayerische „Gesetzes- (und Statuten-) Statistik", in
der Holtzendorff'schen Encyklopädie zunächst lediglich auf den Diesbe-
züglichen Abschnitt des I. Bandes des Roth'schen „bayerischen Civil-
rechtes" gegründet haben.
Es handelt nämlich Roth, nachdem er in einer Einleitung eine
„Uebersicht des geltenden Rechtes" vorausgeschickt hat*), im I. Kapitel
von den Rechtsquellen und zwar im Titel 1. von den älteren bis
1806**) in Titel 2 von den Rechtsquellen aus der Periode von 1805
bis 1818, d. h. bis zur Einführung einer repräsentativen Landesver-
fassung***) im Titel 3 von denen seit 1818 f), endlich im Titel 4 vom
subsidiären-Recht.-j-j-). — In einem fünften Titel behandelt er „Nach-
weis und Auslegung des Rechtes"^-!-). Das II. Kapitel handelt so-
dann „von der Anwendung des Rechtes" und zwar in Abschnitt I.
von den „zeitlichen Grenzen"*-^), in Abschn. II. von den „örtlichen
Grenzen" *tt), das III. Kapitel endlich stellt die Literatur des
bayerischen Civilrechtes zusammen*f+f). Wir wendeü uns hier sofort
dem materiellen Theile des „bayerischen Civilrechtes" selbst zu. Die beiden
bisher erschienenen Bünde enthalten das Personen-Recht (I. Buch in
der 2. Hälfte des I. Bandes) und das Sachenrecht (II. Buch im
II. Bande). Der III. Band steht noch aus. Was den hier zu erwarten-
den Inhalt betrifft, so sagt Roth diesbezüglich in seiner Borrede zum
II. Bande wörtlich:
„Dem Sachenrechte wollte ich ursprünglich (als siebentes Kapitel)
. . „das Bergrecht, Jagdrecht und Wasserrecht einverleiben". Es schien
mir passend diese Institute nunmehr in dem III. Bande zu be-
handeln. Allein ich habe sie nun von dem Sachenrechte überhaupt
ausgeschieden und als „Regalien" in einem eigenen, dem dritten
Buche zusammengefaßt. Genau genommen sollte die Rubrik
heißen: „Rechtsverhältnisse aus ehemaligen Regalien". Es
sei gestaltet, diese schwerfällige Bezeichnung durch die handlichere,
wenn auch den jetzigen Verhältnissen nicht mehr ganz entsprechende
zu ersetzen, die, wie ich hier ausdrücklich hervorhebe, nur in dem
oben erwähnten Sinne gemeint ist. Eine Zusammenfassung dieser

*) §. 1 S. 1 bis 19.
**) §. 2 bis 5 S. 19 bis 93.
***) §. 6 S. 93.'
f) §. 7 bis 10 S. 94 bis 117.
tt) §. 11 S. 117 bis 122.
ttt) §• 12 bis 14 S. 122 bis 129.
*f) §. 15 S. 129 bis 133.
*ff) §. 16 S. 134 bis 142.
*tff) §• 17 S. 143 bis 146.

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