Full text: Volume (Bd. 7 (1874))

14. Literatur

14.1. [Zum deutschen Obligationenrecht] [Zum deutschen Obligationenrecht]Bayerisches Civilrecht, von Paul v. Roth, Professor in München. Thl. I Tübingen 1871. Thl. II 1872 Paul v. Roth, "Unifikation und Codifikation" in der "Zeitschrift für Reichs- und Landesrecht" von L. Hauser I. Heft (nördlingen 1873) S. 1 bis 27. Auch in einem Separatabdruck erschienen Gemeines eheliches Güter- und Erbrecht in Deutschland von Heinrich Vocke, k. bayr. Bezirksgerichtsrath. Bd. I und II Nördlingen 1873

Literatur.

Bayerisches Civilrecht von Paul v. Roth, Professor in München.
Thl. I Tübingen 1871 (Vorrede, Inhalts- und Abbreviat.-Verz.
XVI Seiten, 546 Seiten Octav.) Thl. II 1872, (XVI und 603
Seiten.)
Derselbe: „Unifikation und Codifikation" in der „Zeitschrift für
Reichs- und Landesrecht" von L. Hauser I. Heft (Nördlingen 1873)
S. 1 bis 27. Auch in einem Separatabdruck erschienen.
Gemeines eheliches Güter- und Erbrecht in Deutschland von
Heinrich Bocke, k. bayr. Bezirksgerichtsrath. Bd. I u. II Nörd-
lingen 1873. (Bd. I: Vorrede, übersichtliche und genauere Inhalts-
angabe, Alphabet. Register, Großoctav XXIX S.. und 690 S.
Bd. II; Ueberficht und Genauere Inhaltsangabe des Textes, dann
Verzeichniß der Urkunden im Anhang, XII S. und. 332 S?)

Es bedarf keiner weitläufigen Begründung, warum wir durch diese An-
zeige es versuchen, auf die Wichtigkeit der oben aufgeführten wissenschaft-
lichen Erscheinungen aufmerksam zu machen. Auch der Reichsgesetzgebung
muß es willkommen sein, wenn die Wissenschaft sich sowohl über die
präjudizielle Kodifikationsfrage des bürgerlichen Rechtes in Deutschland
äußert, als auch für die bevorstehende Kodifikation selbst den einen und
andern Baustein zuträgt. Dieses Verdienst beanspruchen alle drei Pu-
blikationen. Die beiden größeren Werke fallen aber auch insofern schwer
in's Gewicht als sie und zwar zunächst auf die heutige Rechtsanmendung
der annoch geltenden verschiedenen Rechte in den verschiedenen deutschen
Staaten gerichtet sind. Beide Werke sind übrigens trotz der vollsten Gleich-
heitihres zu dem gerade allerwesentlichsten Theile(Familienrecht) sich zumeist
deckenden Inhaltes durchaus verschieden angelegt und wir betonen gleich
hier, daß wir in dieser Beziehung, was die formelle Behandlung betrifft,
nur mit dem von Vocke beobachteten Verfahren uns einverstanden erklä-
ren, wie wir denn von Roth auch bezüglich der Kodifikationsfrage ab-
weichen. Was diese Frage m einzelnen Richtungen betrifft, so glaube
ich, um Wiederholungen zu vermeiden, mich zunächst auf meinen Auf-
satz über die Gesetzgebungen und Statuten in Bayern in der 2. Auflage
der Encyklopädie von Holtzendorffs*) **) beziehen zu sollen. Ich wieder-
hole auch heute noch, den schon damals im Gegensätze zu den diesbezüg-
lichen Anschauungen Roth's in dem damals erschienenen 1. Theile des
bayerischen Civilrechtes am Schluffe unserer, im Allgemeinen an die von
Roth gewonnenen Ergebnisse sich durchaus anlehnenden Arbeit, ausge-

*) Vgl. die Redaktionsbemerkung am Schlüsse dieser Besprechung.
**) Leipzig, bei Duncker u. Hurnblot. S. 1052 bis 1062.

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