Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

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; 1. wenn sie mit einer Sache verbunden sind, tzurch Ueber«
gäbe der Sache, §. 51., v;;.
2. wenn sie auf Urkunden beruhen, durch Uebergabe der
Urkunden, §. 52., . . _ -
3. wenn der Eine den Andern zur Ausübung für befugt er«
klärt, und ihn dazu in den Stand setzt, durch diese Er«
klarung, §- 53., • ■>
4. bei Theilen eines Rechtes, die aus seinem Begriffe von
selbst folgen,.durch die Vesitzerwerbung des ganzen Rech«
tes, §. 54.,
5. außer diesen Fallen (1—4.) nur durch die Ausübung
des Rechtes, 8- 55. . >
Gegen die §§. 52. 53. wurden manche Bedenken erhoben.
Zum §. 52. wurde bemerkt: die Vorschrift könne nur dann
stattfinden, wenn die Uebergabe der Urkunden in. der Absicht,
geschehe, den Andern in den Besitz des Rechtes zu setzen. Goßr
ler hielt das mouitum für erheblich. Die Uebergabe der Ur-
kunden, sagt er, wirke an und für sich nur die Gewahrsam
dieser Urkunden, nicht den Besitz des Rechts, welches da-
durch begründet werde. Dazu gehöre nothwendig ein rechtli-
cher Titel.
Seite 248. Äbth. 2. §. 52. mon. und 6.; vgl. Seite
248. 249, mon. 2. und G.-
Zum §. 53. wurde monirt: statt der Worte: „und ihn dazu
in den Stand setzt," müsse es heißen: „und dieser solches ans-
übt;" sonst entstehe ein Widerspruch mit dem §. 55. Zemanr-
den werde z. B. vom Nachbar , die Erlaubnis ertheilt, auf sei-
nem kuoilo einen Brunnen zu graben. Dadurch werde der--
selbe in den Stand gesetzt, einen Brunnen anzulegen; allein er
grabe denselben nicht, und jener verkaufe nun seinen lundum
an einen Dritten. Hier könne die Dienstbarkeit nicht protra*.
dita erachtet werden. Goßler war der Ansicht: der §> 53.
und der §. 55. (?) könnten wegbleibcn. .Die Erwerbung
eines Rechts und der Besitz desselben seien zwei ganz ver-
schiedene Dinge. Der §. 53. rede blos vom Erwerb eines
Rechts selbst, und scheine in so weit gar nicht hierher zu ge-

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