Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Verjährung. Dritte Abteilung. §§. 631—637. 58S
kann, zu dessen Gunsten wird die Verjährung erst in 30
Jahren vollendet.
L.-zu §. 630. Daß bei einer dreißigjährigen Präscription
der Einwand, daß man von dem Rechte keine Wissen-
schaft gehabt, nicht stattfinde, dürfte zu berühren sein.
§. 631. (626.) Bei dieser langem Verjährung be-
darf cs keiner Verdoppelung der Zeit, wenn gleich der, wel-
chem sie entgegen steht, abwesend gewesen ist.;
§. 632. (627.) Der Nachweis, daß der Verjährende
die Sache oder bas Recht als sein eigen in Besitz genom-
men urid besessen habe) ist dazu nothwendkg.
§. 633. (628.) Dagegen schadet der Nachweis, daß
die Besitznehmung ursprünglich auf den Grund eines zur
Erlangung des Eigenthumes nicht geschickten Titels gesche-'
Heu sei,' der'Verjährung nur in sofern, als dadurch zugleich
die Unredlichkeit des Besitzes dargethan ist.,
§. 634. (629.) 'Gegen den Fiscus, die Kirchen und Wertig-
solche Corporakionen, welchen, vermöge ihrer Privilegien, Aender*
gleiche Rechte beigelegt sind, findet nur die' ungewöhnliche Arten
Verjährung von vierzig Jahren statt. , , wöhnlichen
K. Zu §. 631. würde bei der vierzigjährigen Verjährung rringÄrch
contra fiscum etc. das quadriennium restitutionis, wie Nichtge-
• bisher- wohl stattfinden müssen. '*Wl©efifc!
Aender. Für: „von vierzig Jahren" — „von AigA
vier und vierzig Jahren." rige.
§. 635. (630.) Es macht dabei keinen Unterschied,^
ob der Besitz, durch welchen die Verjährung erfolgt, auf
einen Titel sich gründe oder nicht.
. §. 636. (631.) Dagegen ist die Redlichkeit des Be-
sitzes auch bei einer solchen Verjährung nothwenbig.
§. 637. (632.) Auch bei der Verjährung durch Nicht-
gebrauch erlöschen die Rechte des Fiscus, der Kirche^ und '

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