Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Verjährung. Dritte Abteilung. §Z. 591—597. 58S
Dritten nicht usucapirt werden können, so reden
sie immer nur von einem solchen Dritten, welcher
die Sache unmittelbar von dem Diebe acquirirt hat.
§. 3. I. de usucap.
Ist aber die Sache durch die Hände mehrerer
possessorum bonae fidei gegangen, so fällt ratio le-
gis hinweg.
§. 591. (586.) Wer den vorhergehenden Besitzer nicht
angeben kann, hat die Vermüthung gegen sich, daß er die
Sache von einem solchen, welcher sie durch Gewalt oder
Diebstahl an sich gebracht, erlangt habt-
Aender. Für: „hat die u. s. w."— „hat in
der Regel die u. s. w-"
§. 592. (587.) Wer wegen Mangels persönlicher Ei-
genschaften das Eigenthum gewisser Sachen oder Rechte
zu erlangen unfähig ist, der kann solche auch durch Ver-
jährung nicht erwerben.
Aender. Für^ „solche"— „dieselben."
§. 593. (588.) Erst von der Zeit, da diese Unfä-
higkeit gehoben worden, kann die Verjährung angefangcn
werben.
§. 594. (589.) Alles, was die Besitzergreifung im
rechtlichen Sinne verhindert, das hindert auch den Anfang
der Verjährung durch Besitz. (Tit VII. §§. 96—108.)
§. 595. (590.) Alles, was dem Anfänge der Ver-Anfang,
jahrung überhaupt entgegenstcht, das hindert solchen auch
bei dieser Art derselben. (§. 520. (512.))
§. 596. (591.) Wer den Besitz aus einem zur Er-
langung des Eigenthumes nicht geschickten Titel oder un-
redlicher Weise erworben hat, kann niemals eine Verjäh-
rung Lurch Besitz anfangen. (§. 665. (663.))
§. 597. (592.) Insonderheit kann gegen ein rechts-

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