Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Verjährung. Dritte Abtheilung. §§. 545 — 552. 575'
kcit gelangt, wodurch der Zweck der Gewifslieit
des Eigenthums der Sachen und Rechte offenbar
vereitelt würde.
§. 545. (539.) Es kommt ihnen also nur diejenige
Frist zn Statten, welche der Erblasser, wenn er gelebt hätte,
vom Tage seiner erlangten Großjährigkeit an, noch gehabt
haben würbe. ,
§. 546. (540.) Wahn- und Blödsinnige, inglcichen
Taubstumme, genießen, in Rücksicht auf die Verjährung,
mit den Minderjährigen gleiche Rechte.
§. 547. (541.) Sobald für einen Abwesenden die
Bestellung eines Curators nöthig gefunden worden, kann
nach dieser Zeit keine Verjährung durch Nichtgebrauch wi-
der ihn anfangen.
§. 548. (542.) Bloße Verschwender, wenn sie auch
unter Vormundschaft gesetzt werden, können auf dieses Pri-
vilegium keinen Anspruch machen.
: §. 549. (543.) liegen Rechte, welche nur bei ge-
wissen Gelegenheiten ausgeübt werden können, fängt die
Verjährung erst von der Zeit an, da sich solche Gelegen-
heit ereignet hat.
§. 550. (544.) Auch müssen, wenn solche Rechte
durch den bloßen Nichtgebrauch erlöschen sollen, seit dem
Anfang der Verjährung wenigstens noch zwei Gelegenheiten,
wo die Ausübung des Rechtes hätte stattfinden können, vor-
gckommen sein.
§. 554. (545.) Gegen andere Rechte fängt die Ver-
jährung von dem Lage an, wo die Erfüllung der Verbind-
lichkeit zuerst gefordert werden konnte.
§. 552. (546.) Die einmal angefangene Verjährung Zeitraum,
durch Nichtgebrauch wirb, wenn die Gesetze nicht ausdrück-
lich eine andere Frist bestimmen, in einem Zeitraum von
30 Jahren vollendet. (§. 651. (649) -,,.)

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