Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Verjährung. Zweite Abtheilung. §§. 510—512. 553
das Recht in 40 Zähren nicht dreimal zur Ausübung
kommen kann, der Verjährungszeit nicht noch die zur Voll-
endung der dreimaligen Benützung erforderlichen Zahre
hinzuzusetzen sein möchten?
93b. LXXI. n. 42. fol. 74. . ...
§. 510. Dieser Zeitraum wird von dem Tage an ge-
rechnet, da ein dergleichen Recht zum ersten Male ausge-
übt worden.
<$. 511. Wird eine Gelegenheit nachgewiesen, bei wel-
cher das Recht ausgeübt werden können, und die Ausübung
dennoch unterblieben ist, so ist auch diese Art der Verjäh-
rung für unterbrochen zu achten.
*Mon. Addatur: Es wäre denn, daß sonstige Ursachen
nachgewiesen werden können, warum es dieses eine Mal
nicht ausgcübt ist.
Bd. LXXI. n. 41. fol. 55.
§. 512. Sie muß also von derjenigen Gelegenheit,
wo das Recht wiederum ausgeübt worden, von neuem an-
gcfangcn werden.
Zu §§. 497 — 512. (§§. 629—644. und 648—654.)
1) Es wird gefragt, ob bei diesen moralischen Perso-
nen 40 Jahre zur Präscription nur dann erforderlich
sind, wenn es den Präscribenlen an einem Titel man-
gelt, oder auch dann, wenn ein solcher Titel vorhan-
den ist; (n. 10.)
Die bisherigen (Jesetze haben darin keinen Unter-
schied gemacht, und ich würde cs dabei lassen, dafs
nicht nur dann, wenn kein Titel vorhanden ist, son-
dern auch dann, wenn der Besitzer einen wirklichen,
aber nicht richtigen, Titel für sich hat, 40 Jahre zur
■ Präscription contra fiscum et ecclesiam erforderlich sind.
2) Ferner wird bemerkt, dafs auch bei der prae-
scriptione exstinctiva contra fiscum et ecclesiam 30 Jahre
nicht hinreichend, sondern 40 Jahre erforderlich sind
(n. 10 ), welches ausdrücklich anzuführen sein. wird.

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