Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Besitz. Erste Abtheil. Erster Abschn. §§.157-165. 31
§. 157. Es dürfen jedoch nutzbare Grundstücke nicht
ganz ungebraucht liegen bleiben, sondern müssen einem An-
dern zum Gebrauche überlassen werden.
Ln. Wegen der Aecker ist dieß schon Th. 1. Abth. 2. Tit.
2. §. 9. ') festgesetzt. Als ein generale führt dkeß zu
weit, und es würde daraus folgen, daß gar kein Lust-
garten angelegt werden könne.
$. 158. So weit einem Andern der Besitz übertra-
gen worden, hat der vorige Besitzer solchen verloren.
§. 159. Wenn der Besitz keinem Andern ringeräumt
worden, ist der Eigenthümer, so lange er sein Eigenthums-
recht nicht aufgegcben hat, für den Besitzer der Sache zu
halten.
§. 160. Wenn er jedoch die Sache weder selbst, noch
durch Andere, braucht und als die seinige durch nichts be-
zeichnet hat, so kann ein Dritter durch Besitznehmung den
Besitz derselben erlangen.
§. 161. Das Besitzrecht des bloßen Inhabers geht,
wenn es nicht auf frischer That durch Nachsuchung obrig-
keitlicher Hülfe, oder durch eigene Handlungen, verwahrt
worben, mit dem körperlichen Besitze zugleich verloren.
§. 162. Der bürgerliche Besitz geht nicht verloren,
wenn nicht auch der Zustand der Sache so geändert wor-
den, daß der Besitzer weder selbst, noch durch Andere, dar-
über verfügen kann.
§. 163. Von dem Rechte zu besitzen ist das Recht
des Besitzes verschieden.
§. 164. Wie weit das Recht, herrenlose Sachen in
Besitz zu nehmen, Privatpersonen zustehe, ist gehörigen
Ortes angezeigt worden.
§. 165. Das ausschließende Recht, gewisse Sachen
1) des gedruckten Entwurfs.

Von den
Wirkun-
gen des
Besitzes.

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