Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Unterbre-
chung.

540 Verjährung. Zweite Abtheilung. §§. 475—481.
-könne 9 oder jeder dieser Termine seine besonderen voll-
ständigen Beweise erfordere. Letzteres ist wohl unbe-
denklich. (n. 10.)
§- 475. Was den vollständigen redlichen Besitz un-
terbricht, das unterbricht auch die Verjährung, welche sich
auf den Besitz der Sache oder des Rechtes gründet.
§. 476. Die bloße Anmeldung der Klage unterbricht
die Verjährung durch Besitz eben so wenig, als die bloße
Einlegung einer gerichtlichen Protestation.
§. 477. Ist aber die Klage oder Protestation dem
Besitzer durch die Gerichte behändiget worden, so ist die
Verjährung unterbrochen.
§. 478. ,Es macht keinen Unterschied, ob die Behän-
digung durch den gehörigen, oder durch einen incompetenten
Richter geschehen.
§. 479. Ist die Klage zurückgenommen, oder zum
Vortheile des Besitzers abgeurtelt worden, so ist die Ver-
jährung für nicht unterbrochen anzusehen..
§. 480. Außerdem aber kann die einmal gerichtlich
unterbrochene Verjährung von demselben Besitzer niemals
wieder angefangen werden.
*Mon. Das nämliche sollte von den Erben des.Besitzers
gelten- Auch wäre hinzuzufügcn:
Dagegen steht demjenigen, der die Sache von dem
bisherigen Besitzer durch Kauf, Tausch, Schenkung rc.
acquirirt hat, ohne von der gerichtlichen Unterbrechung
der Verjährung unterrichtet zu sein, frei, dieselbe wie-
der anzufangen.
Vd. LXXI. n. 45. fol. 77., wo auf Bd. LXI.
f. 294. verwiesen wird.
§. 481. Kann eine Dehändigung der Klage oder Pro-
testation an dem Besitzer nicht erfolgen, so hat deren Be-
kanntmachung durch öffentlichen Anschlag gleiche Kraft.

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