Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Besitz. Erste Abtheil. Erster Abschn. §§. 142—148. 29
KI. Leyser, sp. 452. m. 6.
Ich sage: im zweifelhaften Falle, d. i-, wenn es
sich nicht entscheiden laßt, wer das meiste Recht an
demselben habe. Es kann daher der Besitz des Instrm
ments den Besitzer desselben von der Legitimation nicht
befreien. Wenn aber zu keiner Gewißheit zu gelangen
ist, und die Sache doch einen Ausgang gewinnen muß,
hat der Besitzer des Instruments, wenn die übrigen
Umstände gleich sind, vor allen übrigen den Vorzug.
Kn. Gehört zu den Wirkungen des Besitzes.
§. 142. Ein Jeder bleibt so lange in dem einmal Erhaltung
erworbenen Besitz, bis durch eine-'Handlung oder Begeben»
heit die Wirkung der Besitznehmung wieder aufgehoben Besitzes,
worden.
§. 143. Wie der Besitz durch Einwilligung, vermöge
der Uebergabe, auf einen neuen Besitzer übergehen könne,
ist §. 111 sqq. angezeigt worden.
§. 144. Der bisherige Besitzer kann auch ohne feine
Einwilligung den Besitz verlieren, ivenn sich eine Begeben-
heit ereignet, welche es ihm unmöglich macht, über die
Sache ferner zu verfügen.
§. 145. Sobald eine bewegliche Sache in die Ge»
wahrsam eines Andern gerath, der solche nicht im Namen
des vorigen Besitzers inne hat, ist der Besitz derselben ver-
loren gegangen.
4- 146. Eine in Gegenwart des Besitzers befindliche
Sache bleibt in seinem Besitz, wenn er sein Recht gegen
diejenigen, welche sich ihrer bemächtigen wollen, durch Pro-
testation verwahrt.
147. Wenn der Andere, der Protestation ohner»
achtet, sich der Sache bemächtigt, so kann der alte Besitzer
den Besitz wieder eigenmächtig ergreifen.
$. 148. Der Besitz einer bezeichneten Sache wird,

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