Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

526 Verjährung. Zweite Abtheilung. §§. 441—443.
§. 441. Außerdem nimmt sie erst nach einem Jahre,
von dem Tage an, wo das Urtel rechtskräftig geworden,
ihren Anfang.
* Mon. a. Der §.440. würde mehr gegen Mißdeutung ge-
sichert werden, wenn bei dem §. 441. festgesetzt würde,
daß solcher auch alsdann Anwendung habe,
--■ ■ wenn in dem Urtel selbst eine gewisse Frist zur Be-
folgung desselben bestimmt worden.
. b. dürfte noch eine besondre. Vorschrift nöthig sein,
ob der §. 441. auch auf die Falle Anwendung habe,
.da die Verjährung des Rechts selbst, auf ein Jahr
oder eine noch kürzere Zeit eingeschränkt ist, e. g. bei
Wechseln-
(Pers. R. Abthl. II. iit. III. §. 810.)
Bd. LXXI. n. 42. fol. 71.
' §. 442. Wer den Andern nur außergerichtlich an seine
Verbindlichkeit, etwas zu thun oder zu leisten, erinnert, un-
terbricht dadurch niemals diese Art der Verjährung durch
Nichtgebrauch.
' * Mon. 1. Die Bestimmung.fehlt, daß eine außergericht-
liche Protestation die Unterbrechung nicht bewirke. ' :
• Bd. LXXI. n. 42. fol. 71T- .
* Mon 2. Um vielen Processen vorzubeugen, dürfte anzuneh-
' men sein, daß derjenige, welcher den Andern außerge-
richtlich an seine Verbindlichkeit, etwas zu thun oder
zu leisten, erinnert, dadurch die Verjährung durch Nicht-
' -' gebrauch unterbreche. Wer etwas fordert, hat die Ver-
; ; muthung für sich, daß er einen gewissen Grund dazu
haben müsse.
. ^' Bd. LXXI. n. 58. fol. 191^ ■
§. 443. Durch gegenseitiges Anerkenntniß des Rechts
aber wird die Verjährung immer unterbrochen.
* Mon. Bedarf dieses Anerkenntniß der gerichtlichen, oder
doch wenigstens der schriftlichen Form, oder genügt ein
außergerichtliches Anerkenntniß vor Zeugen? Es dürfte

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