Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

512 Verjährung. Zweite Abtheilung. §. 409.
demngen In den Rechten, die keine Verjährung sind;
L. E. der Minorenne wird elapso spatio minorennitatis
Tolljährig, und erlangt dadurch mancherlei Rechte, die
er vorher nicht hatte. Bei der obligatione in diem oder
ex die entstehen durch den Zeitverlauf Aenderungen
in den Rechten, die man nicht Verjährung nennen kann.
Hingegen ist es richtig, däfs bei einer jeden Verjährung
ein Nichtgebrauch vorhanden sein müsse. Der §. 400.
würde folglich so lauten:
Wenn durch den Ablauf einer bestimmten Zeit, we-
gen unterlassener Ausübung gewisser Rechte, eine
Veränderung in diesen Rechten, vermöge der Gesetze,
entsteht, so wird solche Verjährung genannt.
4) Die Bemerkung eines Monenten ist zwar rich-
tig- dafs praescriptio exstinctiva eigentlich poena negli-
gentiae sei, und dafs die acquisitiva auf dem Grund-
sätze beruht, dafs Niemanden in seinem erlaubten Ge-
werbe oder Verkehre eine unüberwindliche Unwissen-
heit schädlich sein müsse, (n. 16.)
Allein es gehört nicht in das Gesetz, sondern nur
in ein Lehrbuch, die principia und Quellen, aus wel-
chen die Gesetze fliefsen, zu entwickeln; daher halte
ich es, diese angegebenen Grundsätze hier aufzunehmen,
nicht für nöthig; dagegen aber für bedenklich, weil sie
doch nur unter mancherlei Bestimmungen richtig sind,
und ohne diese Bestimmungen leicht mifsverstanden wer-
den können.
5) Wie weit bei Erben die von dem Erblasser oder
gegen ihn angefangene praescriptio continuirt werde,
gehört nicht hierher, sondern wird unter §§. 484 sqq.
Vorkommen, (n. 16.)
6) Bei dem §. 405. erinnern verschiedene Monen-
ten, dafs es nöthig sein würde, von den rebus merae
facultatis und deren Verjährung umständlicher zu han-
deln. Die westpreufsische Regierung macht dazu ver-
schiedene Vorschläge, (n. 11. 14. 32.)

Ganz

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