Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Verjährung. Zweite Abcheilmrg.

SOI

Gedruckter Entwurf.
Zweiter Theil, sechster Titel, neunter Abschnitt.
Von der Verjährung.

Allgemeine Vorbemerkungen von Suarez').
Man wird in diesem Abschnitt manche Abweichun-
gen von der Theorie des römischen Rechts, und noch
mehrere von dem heutigen Gerichtsbrauche, bemerken.
Die vornehmsten Grunde derselben sind folgende:
1) Die Verjährung ist an sich nicht natürlichen Rech-
tens 5 denn in der Natur der Sache liegt nichts, warum
ein Recht blos uni deswillen, weil davon in einer ge-
wissen Reihe von Jahren kein Gebrauch gemacht wor-
den, verloren gehen sollte. Um das Eigenthum der Dinge
gewifs zu machen, und weit aussehende verwickelte Pro-
cesse zu verhüten, ist sie durch positive Gesetze einge-
fiihrt worden. So wie aber überhaupt der Gesetzgeber
die Obliegenheit, für die Vorbeugung und Verhütung
solcher Processe zu sorgen, seiner Hauptpflieht, die Bür-
ger des Staats bei ihrem Eigenthum und Rechten zu
schützen, immer unterordnen mufs, so müssen, auch bei
der Verjährung, die Bestimmungen so gefafst werden,
dafs nicht an sich klare und wohl hergebrachte Rechte,

1) Diese allgemeinen Bemerkungen finden sich im gedruckten
Entwurf am Schluffe deS Abschnitts von der Verjährung S. 217.
218« als Note abgedruckt.

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