Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Verjährung.. Erste Abth. Dritter Abschtt. §^83.84. 489
68 de! der praescriptione longissimi temporis lassen. Ra-
tione mobilium kommt cs, meines Erachtens, gar nicht
darauf an 1). Ratione immobilium hingegen sehe
ich keinen hinreichenden Grund, von der bisherigen:
Theorie abzugehen, wonach 30 Jahre hinreichend
sind. .
Ob man aber bei immobilibus, die durch Privat-
Verfügung dem Verkehr entzogen werden, eine Prä-
scription von 40 Jahren annehmen wolle, wenn der
Präscribirende die Disposition gewufst hat, submitto.
. Hat er sie nicht gewufst, so bedarf es keiner Verjäh-
rung. .
Concl. Negative. Kann a sciente nie präscribirt
, werden. : .
§. 83. Wer selbst unredlich besitzt, kann zu keiner
Zeit durch Verjährung ein Recht erwerben. ,
zu §. 83. Wie würde es in solchem Fall mit dem
Erben sein, der eine solche Sache in der Verlassem
schuft findet, und in hona hde ist? — Da würde ich
glauben, daß er sie binnen 30 ZaHren präscribire, denn
der Umstand, daß er mit dem Verstorbenen eine
Person ausmache, dünkt mir nur eine Subtilität zu
sein. ;
Zu §. 83. Suarez bezieht sich auf seine Bemerkungen
zu §§. 28. u. 64.
§. 84. Wenn Rechte, welche nur selten benutzt wer-
den können, wenigstens zu drei verschiedenen Malen aus-
geübt werden, so werden sie durch einen Besitz von 40 Jah-
ren erworben.

1) Cf. Besitz, concl. zu §§. 12 — 14. des ersten Entwurfs,
S. 121. - - ' *

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer