Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Verjährung. Erste Abth. Dritter Abschn.- §. 10. 161
dafs man an dessen Ausübung verhindert gewesen, dafs
man abwesend gewesen, zu admittiren.
Darin stimmen ihm die übrigen; Herren Monentcn
ad §§. speciales bei, z. E. Hr. Heidenreich, Scholz
und Lamprecht ad §. 6., wo sie sich zugleich auf
praejudicata beziehen.
Ich glaube auch in der That, dafs hier ein Unter-
schied zu machen sei zwischen der praescriptione ac-
quisiti va et exstinctiva. Bei der praescriptione acqui-
sitiva im eigentlichen Verstände, -wo nämlich ein
Recht gegen einen Andern erworben, demselben die
Verbindlichkeit, etwas zu tkun, zu leiden, oder zu un-
terlassen, auferlegt werden soll,. mufs man es aller-
dings genauer nehmen, als bei der exstinctiva. Hier-
bei kommt-es blos auf die Befreiung des Andern von
einer Verbindlichkeit an, oder, wenn man es genau
ausdrücken will,, der Andere soll libertatem naturalem
wieder erlangen. Dicfs verdient allerdings diq; mehrere
Begünstigung, welche Gesetze und Praxis ihr heigplegt
haben. Sie ist poena negligentiae im eigentlichen Ver-
stände, undkeben daher ist dieFrist; hei-ihr in der Re-
gel länger als-bei der acquisitiva. ;; w ): i ; ; ; lf
Wer sich dreifsig Jahre lang um sein Recht nicht
bekümmert oder dessen Ausübung verabsäumt hat, der
verdient nicht, dafs man ihn über das Vorgeben: er
sei von seinem Rechte nicht unterrichtet gewesen, er
; sei an dessen Ausübung verhindert worden u./s. w. —
. noch weitläufig höre. ' Ich würde daher hei der Ab-
handlung von der praescriptione exstinctiva die §§. 6
bis 10. ganz weglassen.
Eventualiter. müfste - .
a. nach dem Anträge des Herrn von Tevenar
ad §. 5. näher bestimmt werden, was eigentlich legale
impedimenta sind, z. B. Krieg, justitium u. s. w. Diese
Bestimmungen werden auf alle Fälle nöthig sein, weil
bei der praescriptione acquisitiva die Maxime: contra

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