Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Verjährung. Erste Abth. Zweiter Abschn. §§. 827—835. 433
besessene Sache durch einen gesetzmäßigen Titel: so fängt
von dieser Zeit die Verjährung an zu laufen.
827. ' Ist der Erblasser nicht im unredlichen Besitz
gewesen: so kann der Erbe nach angetretener Erbschaft die
Verjährung anfangen, wenn gleich der Erblasser das zu
verjährende Recht oder die zü verjährende Sache nicht in
den bürgerlichen Besitz genommen hatte.
828. In diesem Falle vertritt die Antretung der
Erbschaft die Stelle des sonst erforderlichen Titels.
- 829. Soll die Antretung der Erbschaft die Stelle
d?s- Titels vertreten: -so muß der Erbe durch irgend eine
dazwischen gekommene fremde Handlung mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit haben-vermuthen können, daß der Ge«
genstand der Verjährung zu dem Eigcnthume seines Erblas«
fers gehöre. ^; '
' - 830: Ist Aue solche fremde Handlung dazwischen
gekommen, welche den Jrrthum des Erben entschuldigt: so
kann er sich durch die gewöhnliche Verjährung auch solche ■
Sachen zu eigen machen, welche bei seinem Erblasser ver»
pfändet, verwahrlich niedergelegt, oder ihm geliehen waren.
(20) Zu §§. 827—830. Diese §§. sind mir dunkel.
§. 831. Selbst Erbschaften können, unter Voraus«
setzung.der obigen Erfordernisse,.innerhalb des bestimmten
Zeitraumes durch.V.erjährung.erworben werden.
.Xn. Vo^et., Iil>. 5. 2. . /.
§. 832.- Störung des Besitzes wird nie vermuthet.
833. ' Wer sich darin gründet, muß die Handln««
gW aus welchen die Störung folgen soll, erweislich machen.
:i;'':§.'83‘l. Ist der Besitz beim Anfang und beim Ende
der Verjährungszelt nachgrwiesen: so wird der ruhige Besitz
während des ganzen verlaufenen Zeitraums vermuthet.
§. 835. Sobald der Besitzer der zu verjährenden
IN. 831>. 13 u. 23 St. 28

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