Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Besitz. Dritte Abtheilung. §§. 194— 200. 383
§. 194. (204.) Hat der redliche Besitzer die Sache
verbessert/ so muß der Eigenthümer die darauf verwendeten
Kosten erstatten/ wenn die Verbesserungen noch wirklich vor-
handen sind/ und verhältnißmäßigen Nutzen gewähren.
§. 195. (205.) Auch wenn der Nutzen noch nicht
wirklich vorhanden/ aber doch, nach dem natürlichen und
gewöhnlichen Laufe der Dinge, in der Folge mit Sicher-
heit zu erwarten ist, kann der Besitzer die Verbesserungs-
kosten fordern.
§. 196. (206.) Besteht die Verbesserung in einer Er-
höhung des Nutzungsertrages, so können die Meliorations-
kosten nur in so weit gefordert werden, als solche den
nach diesem erhöheten Ertrage landüblich zu bestimmenden
Capitalswerth der Verbesserung nicht übersteigen.
Aender. Für: „als solche" — „als sie."
§. 197. (207.) Ist aber nicht der Ertrag vermehrt,
sondern nur der Kaufswerth der Substanz erhöhet worden,
so muß der gemeine Werth der Substanz, so wie solcher
'vor der Verbesserung beschaffen gewesen, und zur Zeit der
Abtretung wirklich beschaffen ist, ausgemittelt werden.
Aender. 1. Für: „Substanz, so" — „Substanz,
im Ganzen genommen, so."
2. für: „solcher" — „derselbe."
§. 198. (208.) Nur in so weit, als die Verbesserungs-
kosten die dadurch bewirkte Erhöhung des Werthes der Sub-
stanz nicht übersteigen, kann der Besitzer den Ersatz dersel-
ben fordern.
§. 199. (209.) Als Meliorativnskosten dürfen in al-
len Fallen nur baare Auslagen und solche Natural-Prä-
stationen, die nicht aus der Sache selbst genommen wor-
den, in Anschlag gebracht werden.
§. 200. (210.) Gewährt die mit der Sache vorge-
nommene Veränderung keinen eigentlichen Nutzen, sondern

c. der
Meliora-
tionen.

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