Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

3SÖ

Besitz. Dritte Abtheilung- 8- ^93.

1) die Vermeidung der fast unauflöslichen Zweifel
und Schwierigkeiten, welche hei vielen Arten von
fructibus darüber entstehen, ob solche pro exstantibus
zu achten sind oder nicht, z. E. Getreide, welches in
mutuum gegeben worden, Malz, gekelterter Wein^ Zie-
' gel und Kalk, verkauftes, aber noch ungeschlagenes
und uuabgeführtes Holz, Reste von Gefällen und Zin-
sen aus früheren Jahren etc.
2) die Vermeidung des der Moralität so nachthei-
ligen Contrastes, dafs der liederliche Wirth und Ver-
schwender, der alles von der Faust weg verschleudert,
durch die Gesetze vor dem ordentlichen und vernünf-
tigen Haushalter begünstiget werde.
3) die Meinung verschiedener angesehener Rechts-
lehrer, welche diese Frage aus dem jure Saxonico com-
muni bisher schon nach der gegenwärtig angenommenen
Theorie entschieden haben.
Suarez amtliche Vorträge zu §. (138 l) sqq.)
Das Neue in dieser Theorie von fructibus be-
steht eigentlich darin:
1) dafs de jure roui. der possessor b. f. die
fructus exstantes non usucaptos herausgeben mufsle;
hier aber der redliche Besitzer alle fructus percep-
tos der frühem Jahre behält;
2) dafs das römische Recht in Ansehung des
letzten Jahres mit dem Tage, da der possessor b.
f. per litis contestationem in malam fidem versetzt
worden, streng abschneidet; das Gesetzbuch hinge-
gen die fructus ultimi anni bei nutzbaren Grund-
stücken zwischen dem Besitzer und Eigenthümer
pro rata temporis theilt.
Ad. 1. streiten für die neue Theorie folgende
Gründe:

1) Soll §. (188 sqq.) heißen. .

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