Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Besitz. Erste Abtheil. Erster Abschn. §§. 13—18. 11
den Gebrauch ihres Verstandes nicht Ihaben, können mit-
telst ihrer eigenen Handlungen den Besitz weder erledigen
noch ergreifen.
Kl. Die römischen Gesetze nehmen an, daß Kinder den
Besitz der Geschenke erwerben können. Zch würde lie-
ber sagen, daß es in solchem Fall keiner Acceptation
bedürfe, und daß die Kinder blos die Rechte eines Zn-
habers ohne Wissen und Willen, wovon unter §. 51.
52. gehandelt wird, überkämen.
Kn. Zch dächte auch, es wäre besser, dkeß unter dem Ti-
tel von den Schenkungen festzusetzen.
§. 13. Sie können aber den Besitz verlieren, inso-
fern dazu die Einwilligung des vorigen Besitzers nicht er-
forderlich ist. (§§. 9. 139 sqq.) >
§. 14. Die Verschiedenheit des Besitzes entsteht theils her-
aus dem Gegenstände des Besitzes, theils aus der Absicht Arten des
des Besitzers. , Besitzes.
§. 15. Wer eine Sache mit der Absicht, solche als Dover vd.
seine selbst eigene (d. i. als Eigenthum) zu haben, besitzt,
der hat den vollen oder den bürgerlichen Besitz. possessio
C1VU1S.
§. 16. Ist er zu diesem Besitz durch eine Handlung Tilulirter
oder Begebenheit gelangt, welche die Gesetze, als ein Mit- ^ksitzer.
tel, das Eigenthum zu erlangen, billigen, so besitzt er aus
einem rechtsgültigen Grunde oder Titel.
§. 17. Wer aus einem rechtsgültigen Grunde (Ti-
tel) besitzt, heißt ein rechtsförmlicher Besitzer (possessor
titulatus).
§. 18. Das Recht auf einen ganzen Inbegriff von
Sachen faßt noch nicht den Titel auf die einzelnen dazu
gehörigen Stücke in sich.

1) Die römische I., welche wahrscheinlich die §§. 1—13. unter
der Rubrik: „allgemeine Grundsätze" umfassen sollte, fehlt.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer