Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

328 Besitz. Zweite Abtheilung. §§. 165—167.
n. 16. 0. 119.
G. Wird anheim gestellt.
§.’ 165. Für die blos zum Vergnügen gemachten Ver-
änderungen kann der unredliche Besitzer weder Vergütung
verlangen, noch solche wegnehmen.
Mon. Diese Vorschrift wird für unbillig gehalten, weil der
Eigenthümer sich mit dem Schaden des Besitzers bereichern
würde, wenn die Wegnahme unter der im §. 145. enthal-
tenen Bestimmung geschehen könnte.
n. 11. vol. I. fol. 295*-
n. 12. ibid. fol. 345.
n. 22. S. 119.
n. 27. vol. II. fol. 87.
n. 33. ibid. fol. 464.
G. Scheint erheblich; ist auch der bisherigen Theorie gemäß.
*Mon. zu §§. 164. 165. Vermuthlich sollen diese Bestim-
mungen nur von solchen Verbesserungen gelten, die wäh-
rend des unredlichen Besitzes gemacht-sind. Auf die frü-
her bewirkten sollen wohl die Dispositionen der §§. 138
u. f. Anwendung finden.
Vd. LXXI. o. 42. S. 63.
§. 166. Ist die Sache während des unredlichen Be-
sitzes verschlimmert worden, so muß der Besitzer selbst die
geringste Schuld vertreten.
§. 167? Auch den bloßen Zufall muß er tragen,
wenn ausgemittelt werden kann, daß der Zufall die Sache
in dem Besitze des Eigenthümers nicht würde getroffen
haben.
Mon. Die Ausmittelung möchte sehr schwer sein, weil sie
im Grunde eine Negative enthalt. Besser wäre es, die
Regel dahin festzusetzcn:
der unredliche Besitzer muß auch den bloßen Zufall tra-
gen, wenn er nicht darthun kann, daß der Zufall die
Sache im Besitze des Eigenthümers ebenfalls getroffen
haben würde.

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