Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Besitz. Zweite Abtheilung. §§.141—143. 313

n. 16. S. 127. ... ...
6. Zn so weit der Besitzer die Vergütigung der Meliora-
tion fordert, ist er als, negotiorum gestor zu betrach-
ten, und muß für ein mäßiges Versehen haften, wonach
sich die Erinnerung von selbst erlediget.
§.141. Ist aber nicht der Ertrag vermehrt, sondern
nur der Kaufswerth der Substanz erhöhet worden, fo muß
der gemeine Werth der Substanz, so wie solcher vor und
nach der Verbesserung. beschaffen gewesen, ausgcmittclt
werden. ’ . ■. . ....
, . Mon. Der Ausdruck: „vor und nach der Verbesserung"
ist zweideutig, weil die Frage übrig bleibt, ob die Zeit
^gleich nach der: Verbesserung oder. die.Zeit der Ab-
tretung anzunehmen sei. Der letzte Zeitpunkt wird für
billig gehalten. ..
. n. 34. vol. II. fol. 451.
G. . Scheint, richtig. .
§. 142. Nur in so west, als die Verbesserungskosten die
dadurch bewirkte Erhöhung des Werthes der Substanz nicht
übersteigen, kann der Besitzer den Ersatz derselben fordern.
! §.143. Als Meliorationskosten dürfen in allen Fal-
len nur baare Auslagen und solche Natural-Prästationen,
die nicht aus der Sache selbst genommen worden, in Rech-
nung gebracht werden.
Mon. Wenn der Besitzer zur Erhaltung des Ufers und Ac-
. . quifttton mehreren Terrains Kribben angelegt und Wart-
gründe gepflanzt hat, , sollten ihm solche vergütiget werden,
wenn er gleich das Holz dazu von dem fundo selbst ge-
nommen.
n. 30. vol. II. fol. 201T*
G. Der Besitzer muß die Substanz erhalten, hat in so
weit die Pflichten eines guten Hausvaters, und thut
nichts mehr als seine Schuldigkeit, wenn er dazu das
Holz vom fundo selbst nimmt. Als guter Hausvater

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