Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

312 Besitz. Zweite Abtheilung. §§. 139. 140.
verwendeten Kosten von den herauszugebenden Früch-
ten in Abzug bringen.
n. 23. vol. II. foJ. 25.
G. Auch die Politik kann einen so unbilligen Vorschlag
, nicht rechtfertigen. Einen Zufall muß der tragen, den
er trifft. ” "
' §. 139. So weit die Kosten durch die aus der Me-
lioration gezogenen Nutzungen bereits vergütet sind, kann
der Besitzer keinen weiteren Ersatz fordern.
blvN. Dieser Sah wird für unbillig gehalten, weil in den
nachfolgenden Paragraphen schon dafür gesorgt ist, daß
der Eigenthümer durch die Erstattung der Melivrations-
' kosten nicht übermäßig belästiget werde, und weil der Be-
sitzer, wenn er die aus der Melioration gezogenen Früchte
mit den darauf verwendetem Kosten compcnsiren muß, jene
im Grunde ganz verliert. ■ • ■ :
n. 17. S. 156 sqq.
n. 27. vol. II. fol. 86.
G. Scheint nicht unerheblich, weil es billig ist, daß ein
Zeder die Früchte seines Fleißes und seiner Industrie ge-
nießt." Man vermeidet auch alsdann schwierige Ausmit-
telungen, und da der Eigenthümer nur die noch wirk-
lich vorhandene Verbesserung nach sehr gemilderten
Sätzen vergütiget, so kann ihm nicht zu nahe geschehen.
$. 110. Besteht die Verbesserung in einer Erhöhung
des Nutzungs-Ertrages, so können die Meliorationskosten
nur so weit gefordert werben, als solche den nach diesem
erhöheken Ertrage landüblich zu bestimmenden Capitalwerth
der Verbesserung nicht übersteigen.
Mo». Da der redliche Besitzer in der Meinung steht, daß
er als Eigenthümer handelt, mithin keine culpam zu pra-
stiren schuldig ist, so sollte in den Fallen dieses und der
beiden folgenden Paragraphen die, Melioration nach dem
Zeitpunkt, da sie vorgcnommen worden, beurtheilt und verr
. gütigt werden.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer