Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

294 Besitz. Zweite Abtheilung. §§. 119—121.
§. 116. eine widerrechtliche Einschränkung der jurium
possessionis enthalte, npch das Sentiment des Herrn
Gofsler, dafs es dieses Paragraphen nicht bedürfe,
weil das Nöthige deshalb in der Procefs-Ordnung ver-
fugt sei, können mich zur Weglassung desselben be-
stimmen. Eben weil er einen Hauptgrundsatz der Pro-
cefs-Ordnung enthält, mufs er im Gesetzbuche stehen
bleiben, und da übrigens blos von der Angabe, nicht
von dem Erweise des Besitztitels die Rede ist, so fallt
die vermeinte Unbilligkeit der Disposition von selbst
weg.
3) Der §. 117. mufs auf den Fall des §. 115. eben
so gut als auf §. 116. angewendet werden.
i. Von §. 119. Der vollständige , redliche Besitzer kann, so
volMndi- lange sein redlicher Besitz dauert, die Uechte eines Eigen-
gen E thümers ausüben. ) v
sitzer. " §. 120. Er muß aber dem Eigenthümer weichen,
Mung^der demselben die Sache in dem Stande, in welchem sie
Früchte, sich wirklich befindet, Mit den vorhandenen Mächten zu-
rückgeben. " v ■ - ’ - • -
* Uon. Zn wiefern haftet ein Nichteigenthümer, der die
Sache zur Zeit, da der Eigenthümer sie vindicirt, nicht
mehr besitzt, dem letztem, wegen des aus'ihrer Nutzung
oder Veräußerung gezogenen Vortheils? cf. §. 15%
Bd. EXXI. n. 42. f. 63v* *
§. 121. Alle während des/ redlichen Besitzes gezo-
gene Nutzungen und genossene Früchte sind-und bleiben das
Eigenthum eines solchen Besitzers. ^
Mon. 1. Zn diesem und den folgenden Paragraphen schei-
nen die Wirkungen des redlichen Besitzes zu weit ausge-
dehnt. Nach der bisherigen Theorie waren sie blos auf
fructüs consumtos eingeschränkt.
' n. 18. S. 11v
G. Der Monent hat keine Gründe angegeben; er würde

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