Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

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Besitz. Zweite Abteilung. §21.

Non. I. Die unredlichen Mitglieder sollten dadurch, daß
sie zu einer Corporation oder Gemeine gehören, vor an-
dern Theilnehmern einer unerlaubten Handlung nichts vor-
aus haben, folglich schlechtweg zur Entschädigung nach all-
gemeinen Grundsätzen gehalten sein.
o. II. vol. I. fol. 292 T*
G. Die Schwierigkeit liegt nur. darin, daß die unredlichen
Mitglieder mehrentheils nicht das Ganze, sondern nur
ihre ratsm im Besitz haben, und genießen. Insofern
wird die Vorschrift des Gesetzes hinreichend' gerechtfer-
tiget.
Mon. 2. Wenn das Object theilbar ist, so sollte es in Ab-
sicht der Theile der unredlichen Mitglieder nach den allge-
meinen Vorschriften gehen.
n. 27. vol. II. fol. 83.
G. Wird anheim gestellt.
§. 21. Auch haften sie dem Eigenthnnier für den
Schaben, welcher ihm daraus entstanden ist, daß sie ihre
Wissenschaft, oder Zweifel, den übrigen Mitgliedern anzu-
zeigen unterlassen haben.
Mo». 1. Es ist kaum abzusehen, wie aus der unterlassenen
Anzeige ein Schade erweislich zu machen sei. Aus der
Anzeige folgt noch keine Ueberzeugung der andern Mitglie-
der, und nur diese Ueberzeugung würde ihren Besitz un-
redlich gemacht haben.
' ». 27. vol. II. fol. 83.
G. Das Gesetz scheint hier eine unvollkommene Pflicht zur
vollkommenen zu machen, welches in allen Fällen etwas
bedenklich ist.
Mo». 2. Daß hier sogar der Anzeige des Zweifels eine solche
Wirkung beigelegt worden, scheint mit dem §. 11. in Wi-
derspruch zu stehen. Auch liegt in der Verfassung einer
Gemeine kein Grund zu größerer Strengt.
n. 16. S. 117.
G. Der Widerspruch fällt hinweg, weil Zweifel, die nach
schon

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