Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

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Besitz. Zweite Abtheilung. §§. 18—20.
ihrer Vorsteher so vertreten, als jeder Einzelne die Hand-
lung seines Bevollmächtigten-
Uebrigens wird hier die Schwierigkeit bei Anwen-
dung des Unterschieds zwischen rechtmäßigem und redli-
chem Besitz sehr auffallend, und fast unauflöslich.
Mon. 2. Eine nähere Bestimmung dessen, was die Mehr-
heit der Glieder ausmacht, dürfte nöthig sein.
n. 8d- vol. I. fol. 207T- 7
G. Zst schon im ersten Theil Abth. II. tit. I. §. 24.
bestimmt. .
Mon. 3. Wie aber, wenn paria vota sind?
n. 22. S. 97.
§. 18. Eben so wird der Besitz einer solchen Commune
in der Folge unredlich, wenn die mehrere Zahl der Mit-
glieder von der Unrechtmaßigkcit desselben überzeugt worden.
§. 19. Die mindere Zahl der Mitglieder kann also
zwar, durch ihre Unredlichkeit, den Besitz der Commune
überhaupt nicht unredlich machen.
Mon. Es wird sehr schwer sein, auszumitteln, ob die meh-
rere oder mindere Zahl der Mitglieder die Unrechtmäßig-
fett des Besitzes bei der Erwerbung gewußt habe? Und
deshalb wird das Gesetz wahrscheinlich alle Kraft verlieren.
Da dergleichen Gerechtsame gewöhnlich durch Vorsteher
ausgeübt werden, so dürfte es am rathsamsten sein, gerade-
hin zu verordnen, daß nur die Vorsteher oder Repräsen-
tanten einer Gemeine für dieselbe den Besitz erwerben
. können.
n. 16. S. 116.
G. Der Vorschlag des Monenten ist nicht auszuführen.
Viele Rechte, z. B. Hütung, Holzung u. s. w., wer-
den entweder von der Gemeine in corpore, oder von
jedem einzelnen Mitgliede, ausgeübt.
§. 20. Die unredlichen Mitglieder bleiben aber, für
ihre Personen, dem Eigenthümer in so weit verhaftet, als
sie aus dem Besitz der Commune Vortheil gezogen haben.

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