Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

132 Besitz. Erste Abtheil. Dritter Abschn. 34—38.
die Unrechtmäfsigkeit gewufst, oder an der Recht-
mäfsigkeit zu zweifeln Ursache gehabt haben
oder nicht.
Eben Jso wird der Besitz einer solchen Com-
mune in der Folge unredlich, wenn die mehrere
Zahl der Mitglieder von der Unrechtmäfsigkeit
desselben überzeugt werden.
Die mindere Zahl der Mitglieder kann also
zwar durch ihre Unredlichkeit den Besitz der
Commune überhaupt nicht unredlich machen.
Diese unredlichen Mitglieder bleiben aber für
ihre Person dem Eigenthümer in so weit ver-
haftet, als sie von dem Besitze der Commune
überhaupt Vortheil gehabt haben.
Concl. zu §§. 27 — 33. Approh. Doch werden die
Mitglieder verhaftet:
a. so weit sie profitiret haben,
b. so weit aus der unterlassenen Anzeige dem
Andern ein damnum positivum erwach-
sen ist.
' §. 34. Von dem Rechte zu besitzen ist das Recht
des Besitzes verschieden.
<$. 35. Wer auch die Sache selbst nicht besitzt, kann
doch sein Recht zum Besitze Andern gültig übertragen.
Von Er- §. 36. Niemand kann ohne oder wider seinen Willen
des^Befiy- ium wirklichen Besitz einer Sache gelangen-
thumö. Fassung von Suarez.Willen wirklicher Be-
BeKtzneh-^ sitzer einer Sache werden. ,
mung §. 37. Nur in so fern Rechte durch die Vertrage
überhaupt. Dritten erworben werden können,- kann durch die
Handlung eines Dritten der Besitz ergriffen werden.
§. 38. Ohne Besitzergreifung kann keine Art des Be»
sitzes erlangt werden.
V. 1. zu §. 38. Zwischen dem Inhalte dieses Paragraphen

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