Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

SK Besitz. Erste Abtheil. Zweiter Abschn. §§. 730—737.
§. 730. Bei dem redlichen Besitzer wirkt es keinen
Unterschied, ob es die Früchte einer einzelnen Sache oder
eines Inbegriffes von Sache», einer Erbschaft, sind, welche
er erstatten muß.
Zu §. 730. Die Absicht dieses Paragraphen ist mir nicht
deutlich.
§. 731. Der unredliche Besitzer muß dem Eigenthü»
mer alle Früchte lind Nutzungen, die er während seines
Besitzes genossen hat, oder hauswirthlich hatte genießen
können, herausgeben, oder ihm ihren Werth erstatten.
§. 732. Die wider ihn festgesetzte, an die Stelle der
Früchte tretende, Geldsumme muß er dem Eigcnthümer von
dem Tage, an welchem das Urtel, durch welches solche fest-
gesetzt, wider ihn eröffnet wird, landüblich verzinsen.
§. 733. Der Werth derselben wird, wie im §. 717.,
geschätzt.
§. 73-1. In Absicht der Kosten und Bemühungen,
welche auf die zu erstattenden Früchte verwendet sind, hat
der unredliche Besitzer mit dem redlichen gleiche Rechte;
§§. 720—725.
§. 735. Gleiche Befugnisse stehen ihm in Absicht der
erweislichen, nothwendigen Ausgaben und Verbesserungen
der Sache zu, und überkommt er wegen der Rechnungsab-
legung und Ableistung des Manifestationseides die dem red-
lichen Besitzer auferlegten Verbindlichkeiten. (§§. 726, 727,
730.)
§. 736. Ist die im Besitze gehabte Sache während
des unredlichen Besitzes im Werthe verringert oder unter-
gegangen, so haftet der unredliche Besitzer für jedes geringe
Versehen, welches er sich hat zu Schulden kommen lassen.
§. 737. Ist die Sache während des unredlicheir Be-

tz. 730. Kl. §.206. u. zu diesem §. - §. 731. LI. tz. .208.

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