Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

Besitz. Erste Abtheil. Zweiter Abschn. §§.716—720. 95
Zu §. 715. Auch fructus perceptos et cousumtos mufs
er von diesem Tage an restituiren.
Ucberhaupt würde ich alles, was in den §§. 713 bis
730. von dem redlichen Besitzer post terminum, da
er in mala fide constituirt worden, gesagt wird, liier
weglasseu, und dahin weisen, wo von den Rechten
und Pflichten eines unredlichen Besitzers gehandelt
wird, hier aber blos sagen, post. §. 713.: •
Von diesem Zeitpuncte ab hat der ursprüngliche,
redliche Besitzer alles das zu leisten und zu ent-
richten, was einem unredlichen Besitzer obliegt.
Es sind nur wenige Unterschiede, z. E. §. 722., die
sich bei der Abhandlung vom unredlichen Besitzer
loco congruo würden einschieben lassen.
§. 716. Ferner die Zinsen, Pacht und Miethe, welche
mit diesem Tage fällig werden, auch den Werth derjenigen
Früchte, welche der redliche Besitzer an und nach diesem
Tage genossen oder Andern abgetreten hat.
§. 717. Der Werth derselben werd entweder nach dem
Mittelmarktpreise der nächsten Stadt, oder, wenn es eine
Frucht ist, welche nicht gewöhnlich zu Markte geführet
wird, durch Kunstverständige geschätzt.
. §. 718. Eben diesen Werth derjenigen Früchte, welche
der redliche Besitzer nach eröffnetem ersten Urtheile Haus-
wirthlich zu nutzen ober zu sammeln unterlassen hat, muß
er dem Eigenthümer, jedoch ohne Zinsen, erstatten.
§. 719. Von den Früchten und Gelbeinnahmen, welche
der redliche Besitzer sich durch den Genuß zu eigen ge-
macht hat, kann er unter keinem Vorwände von dem Ei-
genthümer eine Erstattung der auf ihre Erhebung verwen-
deten Kosten begehren.
§. 720. In Rücksicht derjenigen Nutzungen aber,

§§. 704—718. KL §§. 202—205. - §. 719. Kl. §. 207.

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