Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

' Besitz. Erste Abtheil. Zweiter Abschn. §§.649—652. 85
. §. 649b. Andere willkührliche Zeichen verdienen keine
Beachtung.
649°. Die Zeichen und Buchstaben, mit welchen
Pferde zu Andeutung des Gestütes bezeichnet sind, bezeichn
nen niemals die Absicht, durch dieselben den gehabten Besitz
fortzusetzen.
§. 649^. Gleich unerheblich ist bei den Fabrikwaa»
ren die Einwirkung oder Einschlagung des Namens der Ar-
beiter. ;
. Zu §. 6491. Ich wurde statt: Fabrikwaarenlicher
sagen: Kunstwerken-, denn cs gilt auch von Ge-
mälden, Silbergeschirr, Uhren u. s. w. ,
§. 650. Baar Geld und alle an dessen Stelle tre-
tende, auf den unbenannten Inhaber lautende Papiere sind
keiner Bezeichnung zur Fortsetzung des Besitzes unterwor-
fen, und wirkt eine etwa darauf geschehene Bezeichnung für
keinen nachhcrigen Besitzer die Vermukhung des unredlichen
Besitzes.
Zn §. 650. Bei Pfandbriefen ist dem Besitzer nach dem '
neuesten Edicte allerdings erlaubt, solche zu seiner
Sicherheit zu bezeichnen, und wer einen solchen
Pfandbrief a non domino kaufte, würde allerdings in
mala fide sein. Der Paragraph kann also nur von
baarem Gehle reden. ,
H. 651. Der Besitz unbeweglicher Sachen wirb da-
durch allein nicht verändert, daß der bisher gegenwärtige
Besitzer seinen Aufenthalt anderswohin verlegt. ^ -
§. 652. Vielmehr. wird der Besitz der liegenden
Gründe so lange erhalten, als der Zustand fortdauert, ver-

§§. 649M.1. 650. Kl. §§. 148—151. — §. 651. Kl. §152.
— §. 652. Kl. §.153.

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