Full text: Volume (Bd. 3 (1836))

80 Besitz. Erste Abtheil. Zweiter Abschn. §§.622 — 627.
tigste zu achten, durch welche zugleich der körperliche Besitz
übergegangen.
§. 622. Unter Mehreren, denen gleiche Rechte ringe-
räumt worden, hat derjenige, welcher der Zeit nach der
Erste ist, den Vorzug.
§. 623. Die Uebergabe unkörperlichcr Dinge geschieht
durch die Einwilligung, daß der Andere sich von nun an
eines gewissen Rechtes bedienen könne.
§. 62-1. Diese Einwilligung geschieht ausdrücklich ober
stillschweigend auf eben die Art, auf welche der Besitz der
Rechte ergriffen wird. (§§. 561—566.)
§. 625. Wenn auch der Besitzer noch nicht Gelegen-
heit gehabt hat, das ihm auf solche Art eingeraumtc Recht
auszuüben, so ist cs doch für übergeben zu achten, sobald
die Ausübung des Rechtes von ihm abhängig gemacht
worden.
§. 626. Die Uebergabe unkörperlicher Sachen bedarf
keiner Förmlichkeiten, in sofern solche nicht nach besonde-
ren Provincial-Verfassungen erforderlich sind.
§. 627. Soll die Uebergabe unkörperlichcr Sachen
erst künftig geschehen, so muß die darüber aufgerichtete Ver-
einigung schriftlich verfaßt werden.
Kn. per §. 127 ').
Zu §. 627. Auch dieser Paragraph ist mir undeutlich.

1) Der zum ersten Titel, von den Verträgen, gehörige §. 127.
lautet:
„Kann der Gegenstand, weil er in Gerechtigkeiten bestehet, nicht
geschätzt werden, so ist auf alle Fälle anzunehmen, daß sich
der Werth derselben über 50 Rthlr. belaufe, und müssen da-
her alle Verträge über Gerechtigkeiten schriftlich errichtet
werden."

§. 622. Li. §. 134. — §. 623. Kl. §. 135. — §. 625. Kl. §.
136. - §§. 626. 627. Kl. §. 137.

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