Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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ad 1) das Veraußerungsrecht,
ad 2) dir Immission,
ad 3) die Beschlagnahme der Rrvenüen und die Se-
questration
zur rechtlichen Folge hat. Diese volle Hypothek entspricht
dem vollen Eigenthume, welches in jener verpfändet, zur
Sicherheit bestellt, mithin eventuell und bedingt zum Vor-
aus veräußert ist. '
Die Hypothek, welche der nutzbare Eigenthümer be-
stellt, afficirt schon nicht einen Theil der gestimmten Rechte an
der Sache, nämlich den Theil der Proprietät, welcher nach
der Theorie des Landrechts dem Obercigenthümer zusteht;
§§. 1. 2. Tit. 18. Th. I. des 21. L. R.
demungeachtet zweifelt Niemand an der Eintragungsfähig-
keit einer solchen, auf das dominium utile beschränkten
Hypothek. - . .
Es ftagt fich nun, ob nicht überhaupt, eben so gut
als alle Bestandtheile des Eigenthums, auch einzelne
dingliche Rechte, so weit sie von den übrigen trennbar
sind, zum Behufe und mit der Wirkung der Jntabulation,
zur Hypothek verschrieben, ob nicht von dem vollen Eigen-
thume einzelne Bestandtheile eben so gut verpfändet als
veräußert werden können? Denn daß das Nutzungsrecht
einer Sache, mit Vorbehalt der Proprietät, in mehr als
einer Form veräußert, mithin von der Proprietät getrennt
werben kann; darüber waltet kein Bedenken ob. Sollte
nun die Verpfändung als species alienationis, in dieser
Vereinzelung weniger zulässig fein, als die Veräußerung
selbst? Kann der Eigenthümer einer Sache, deren Nut-
zung und Gebrauch nicht eben sowohl verpfänden und zur
Hypothek verschreiben, als veräußern?
Zn dieser Beziehung leidet es zunächst keinen Zweifel,,
daß wenigstens in der Regel der mit einem solchen dinglk-

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