Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

404

Der Code civil verordnet:
art. 312.
L’enfant concu pendant le mariage a pour pere le
mari.
Das Oestreichische Gesetzbuch * * * * 6) bestimmt:
; §. 138.
Für diejenigen Kinder, welche im siebenten Monat
nach geschlossener Ehe geboren werden, streitet die Ver»
muthung der ehelichen Geburt. 7)
Bei Abfassung des Landrechts scheint hierin die Mu-
sterung der 1. 5. D. de ln jus vocando (II, 4.): pater
est, quem nuptjae demonstrant, irre gemacht zu haben.
Dort wird aber nur auseinander gesetzt, warum das Ge-
bot, Aeltern nicht ohne specielle Erlaubniß des Prators
vor Gericht zu ziehen, für vulgo quaesitos blos in An-
sehung der Mutter, nicht des Vaters gelte, weilMm-^
lich die Mutter
semper certa est, etiamsi vulgo conceperit: pater
vero is est, quem nuptiae demonstrant,
d. h. weil ohne Ehe kein Vater existirt, oder weil unehe-
liche Kinder keinen Vater haben. 'Von der rechtlichen Ver-
muthung, welche bei vorhandener Ehe für oder wider
sek, das "vor Anfänge des 7. Monats geborene Kind für das
seinkge anzuerkennen; da hingegen er, wenn das Kind zu Anfänge
des 7. MonatS zur Welt kommt, dasselbe, so lange er nicht das
Gegentheil beweiset, für das semige anerkennen muß."
6) Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch für die gesummten deut-
schen Erblander der Oesterreichischen Monarchie.
7) Der §. 138. lautet vollständig:
„Für diejenigen Kinder, welche im siebenten Monate nach geschlos-
sener Ehe, oder im zehnten Monate, entweder nach dem Tode des
Mannes, oder nach gänzlicher Auflösung des ehelichen Bandes von
der Gattin geboren werden, streitet die Vermuthung der ehelichen
Geburt."

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