Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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wärtig Präsident des Geheimen Ober »Tribunals) in sei-
nen Marginalien zu den Monitis bemerkte:
- „Es dürste wohl nöthig sein, hier folgende Paragraphen
einzurücken:
#
Ein Kind, welches 180 Tage nach der Trauung gebo-
ren ist, wird für ein eheliches Kind gehalten, und muß
von dem Ehemann für das seinige anerkannt werden.
G
Eben dies findet bei frühem, jedoch nach der Trauung
gebornen Kindern statt, sobald der Ehemann cingcsie-
' hen muß, oder überführt wird, daß er in der Zwi-
schenzeit vom 180sten bis 300sten Tag vor der Ge-
burt des Kindes mit seiner Braut und nachherigen
Frau sich fleischlich vermischt habe.
#
Alle andere in der Ehe spater geborene Kinder haben
die Vermuthung für sich, daß sie vom Ehemann er-
zeugt sind, und müssen von ihm als seine ehelichen
Kinder anerkannt werden.
Denn die Bestimmung, wie bald ein Kind nach voll-
zogener Ehe für ein eheliches zu achten sei, ist auch nö-
thig, aber im Gesetzbuche vergessen."
Materialien, Bd. LXXUI. f. 417 et v. in marg.
Suarez erwiederte in der revisio monitorum:
„Die von Herrn von Grolman vorgeschlagenen Zu-
sätze scheinen mir überflüssig und unrichtig. Der Satz:
Pator est, quem justae, nuptiae demonstrant, paßt so
gut auf Kinder, die 24 Stunden, als die 6 Monat
nach der Hochzeit geboren werden. Der lavor lcgitimi-
tatis gestattet es nicht, daß der Status der unter 6 Mo-
nat gebornen Kinder dem schweren Beweise, daß der
Ehemann vor der Hochzeit eoneuliitum anticipirt habe,

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