Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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Protestatkon einzutragen, damit weder das Publicum ge-
. fährdet, noch das Recht des Gläubigers vereitelt werde;
Stengel's Beiträge, Bd.V. S. 135.136., v. Rabe,
Bd. IV. S. 148.
Bald darauf nahm die Oberamtsregierung zu Breslau an,
daß ein Gläubiger, der die Subhastation wegen persönli-
cher Forderungen ausbringe, auch das Recht haben müsse,
den Schuldner bis zum Verkaufe an der weitern Verpfän-
dung seines Grundstücks zu hindern, weil das Recht zum
Größern, zum Verkaufe, auch das Recht zum Geringem
in sich schließe, und der Schuldner sonst seinem Gläubiger
den Gegenstand seiner Befriedigung entziehen könne. Ein
Ministeria!-Rescript vom 1. Juli 1799 genehmigte dies,
indem es von der Ansicht ausging, daß der Personal-Gläu-
biger, sobald auf sein Andringen im Wege der Rechtshülfe
die Subhastation des Grundstücks seines Schuldners ver-
fügt worden, dadurch ein pignus praetorium erhalte, und
deshalb befugt sei, sein Realrecht eintragen zu lassen; da-
her könne auch unbedenklich auf seinen Antrag eine Prote-
station gegen fernere Verpfändungen vermerkt werden;
Stengel's Beiträge, Bd.IX. S.231—235., v. Rabe,
Bd. V. S. 487. 488.
Nach der Ansicht der Oberamtsregierung zu Drieg wurde
endlich noch durch das Rescript vom 2. September 1799
hinzugefügt, daß die bewirkte Sequestration eines Grund-
stücks nicht minder ein pignu8 praetorium gebe, und zur
Eintragung der Protestatio» berechtige;
Stengel's Beitr., a. a. O. S. 240. 242., v. Rabe
a. a. O., S. 550.
Da man diese Arten Protestationen in die dritte Ru-
brik: „von Verpfändungen" eintrug; so kam es bald in
Antrag, sie in wirkliche Hypotheken umzuschreiben. Es
wurde jedoch von den Gerichtshöfen angenommen, diese
Pro-

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