Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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werden sollten. Diesen Weg haben aber die späteren Spor-
teltaxen verlassen, und die Kosten der Verhandlungen be-
deutend vermehrt.
Nicht weniger lästig sind die Legitimations-Scrupel
einzelner Gerichte, welche besonders bei der Jntestat-Erbfolge
hervortreten. Diese Legitimations-Processe, worin die Par-
teien zum Theil aus einer, durch Mißdeutung des Land-
rechts hervorgegangenen Praxis verwickelt werden, kommen
bei dem Hypothekenbuch häufig vor, insbesondere bei der
Berichtigung des Besitztitels. Daß, außer den mit diesen
Legitimations-Processen verknüpften Weiterungen, auch die
Kosten bedeutend dadurch vermehrt werden, ist einleuchtend.
Wenn diese beiden Beschwernisse gehoben, wenn die Kosten
ermäßiget werden, und wenn die Berichtigung des Besitz-
titels, namentlich bei der Intesiat-Erbfolge, erleichtert wird,
so wird der Zwang dazu das Lästige und Gehässige verlie-
ren. Ersteres kann durch die Ermäßigung der Sportel-
taxen leicht erreicht werden, und auch in Ansehung des fi-
nanziellen Interesse, wenn solches bei einem so gemeinnützi-
gen Institut hindernd in den Weg treten möchte, würde
die Herabsetzung der Sportelsatze für die Eintragung des
Besitztitels sich durch die häufigeren Anmeldungen dazu
ausgleichen. Letzteres hängt mit der Legitimation der
Jntestat-Erben überhaupt zusammen, und die festeren und
leichteren Formen, welche die Gesetzgebung allgemein dafür
vorschreiben wird, werben auch bei dem Hypvthekenbuch
den Jntestat-Erben die Nachweksung ihres Erbrechts er-
leichtern.
Die Berichtigung des Besitztitels bei Veräußerungen
unter Lebendigen, bei testamentarischen Erbfolgen und Ver-
mächtnissen von Grundstücken, hat gar keine Schwierigkeiten.
Vorstehende Benierkungen beziehen sich auf ein be-
reits stehendes Grund- und Hypothekenbuch. Was die

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