Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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nett Staate»/ womit die einzelnen Ländertheile in jener
Epoche vereinigt waren; es wird daher angemessen sein,
die gegenwärtige Darstellung nach jenen Staaten, nämlich
1) dem Königreiche Westphalen,
2) dem Großherzogthum Berg, und
3) den Kaiserl. Französischen Lippe- und Oberems-
Departements,
abzutheilen.
i) Zu dem Königreiche Westphalen gehörte der
ganze Regierungs-Bezirk von Minden, bestehend aus den
Fürstenthümern Minden, Paderborn und Corvek,
und den Grafschaften Ravensberg und Rietberg,
nebst dem vormaligen hannöverischen Amte Reckeberg,
jedoch mit Ausschluß der Herrschaft Rheda und Güters-
loh, welche zum Großherzogthum Berg geschlagen war.
Der nördliche und größte Theil des Fürstenthums Minden
und der Grafschaft Ravensberg wurde im Jahre 1811 an
Frankreich abgetreten und mit dem Ober-Ems-Departement
vereinigt. Das Lehnswesen erlitt hier alle diejenigen Ver-
änderungen, welche oben sub VII. No. 10. angeführt wor-
den sind. Die Abtretung eines Theils der fraglichen Ge-
genden an Frankreich hatte nach dem kaiserlichen De-
crete vom 9. Decbr. 1811,
Französ. Gesetz-Bulletin v. Jahre 1811. No. 7506.,
weiter keine Folgen, als daß auch die, auf 4 Augen ste-
henden Lehne, welche das westphalische Decret v. 28. März
1809 ausgenommen hatte, allodificirt wurden. In dem.
Fürstenthume Minden und der Grafschaft Ravensberg
waren die landesherrlichen Lehne, schon vor der westphäli-
schen Herrschaft durch die Assecuration vom 4. Jan. 1749,
den Grundsätzen des Edikts vom 5. Januar 1717 gemäß,
allodificirt worden.
- In dem, von Hannover im Jahre 1815 abgetrete-

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