Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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Mit einigen unbedeutenden Abweichungen gilt hier das
sächsische Lehnrecht und namentlich auch das Lehns-Man-
dat vom I. 1764; das allgem. Landrecht Th. I. Tit. 18.
Abschn. 1. ist nur in so weit anwendbar, als die ältern
Lehnsgeseße dunkel oder lückenhaft sind.
Conf. die Verordn, vom 25. Mai 1818. §§. 2 u. 3. und
vom 20. s)ct. 1819 (Ges. Samml. vom Jahr 1819.
S. 246.), v. Kamptz Jahrb. Bd. XXH. S. 49.
und Bd. XXX. S. 352.
3) In dem Gebiete von Erfurt, welches wah-
rend der Fremdherrschaft unter einem provisorischen ftanzö-
sischen Gouvernement verblieb, und nicht an einen andern
Staat abgetreten wurde hat sich das Lehnswesen in seiner
frühem Verfassung erhalten; es gilt aber daselbst, als Par-
tikular-Recht gegenwärtig noch das longobardische Lehn-
recht, da durch das Patent vom 24. Marz 1803. H. 3.
v. Rabe, Band VH. S. 333.
die bis dahin geltend gewesenen Lehnsgesetze dergestalt bei-
behalten sind, daß nur in zweifelhaften Fallen das allgem.
Landrecht den Ausschlag giebt.
Conf. Heineman Erfurter Statuten-Rechte, S. 60.,
v. Kamptz Jahrb. Bd. XXX. S. 245. 8)
4) Das Amt Wandersleben, welches sonst zu der
im Jahre 1815 an Weimar abgetretenen Herrschaft Blan-
kcnhayn gehörte, hat mit dem Gebiete von Erfurt gleiche
politische Schicksale gehabt; die preußische Gesetzgebung ist

8) In dem Gebiete von Erfurt befinden sich mehrere vormals
Wcimarsche, Gothasche und Schwarzburgsche Lehne, welche in der Haupt-
sache nach dem sächsischen Lehnrechte beurtheilt werden, und nur in
einzelnen Punkten durch Eigenthümlichkeiten sich auszeichnen. In An-
sehung der Gothaschen Lehne ist das Mandat vvm 6. Januar 1800
vorzüglich bemerkenswert!).
v. Kamptz Jahrbücher, Bd. XXX. S. 258 - 262. —

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