Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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Provinzen, sind bis jetzt keine Einleitungen getroffen wor-
den; man hat es vielmehr vorgezogen, den schon von der
sächsischen Regierung angenommenen Grundsätzen zu fol-
gen, wonach der Verwandlung des Lehns in Erbe, auf
das Ansuchen der Lehnsinteressenten, gegen ein Bezeugungs-
Quantum von 5 Procent des schuldenfreien Werths des
Lehns, oder gegen Entrichtung eines beständigen Kanons,
welcher 5 Procent des Bezeugungs - Quantums betragt,
bewilligt zu werden pflegt 7).
Zachariä, H. B. d. sächsischen Lehnrechts, §. 229 a u. b.
Bericht des Ober-Landesgerichts zu Naumburg vom 21.
April 1818; Acten des Justiz-Ministeriums, Lehns-
Repertorium No. 5. f. 7.
Bericht des Ober-Landesgerichts zu Frankfurt vom 15.
December 1824. und des Ober-Landesgerichts zu Glo-
gau vom 12. August 1826; Acten des Justiz-Mi-
nisteriums, Lehns-Repertorium No. 48.
Die Lehns-Verfassung ist in dem Herzogthume Sach-
sen, welches aus Theilen der alten sächsischen Erbländer,
und den Stiftern Merseburg und Naumburg besteht, stren-
ger, als in der Nieder- und Ober-Lausitz.
a. In dem Herzogthume Sachsen gilt das sächsi-
sche Lehurecht^ welches von jeher in Deutschland einen Ge-
gensatz zu dem longobardischen Lehnrechte gebildet hat, noch
in seiner althergebrachten Gestalt, jedoch mit manchen Mo-
dificationen, welche durch eine nicht unbedeutende Zahl von
besondern Gesetzen, worunter das Mandat vom 30. April
1764.
Contin. Codicis Augustei ©. 1021.,

7) Für die oberlausitzischen Lehne ist durch eine Cabinetsordre
vom 29. Dec. 1826 das Bezeugungs-Quantum auf 3 Procent er-
mäßigt worden. —
Gonf. die vorstehenden Acten No. 48.

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