Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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/1) Der Vasall kann, selbst wenn er der letzte kn der
S Familie ist, über das nutzbare Eigenthum, sowohl
( unter den Lebendigen, als von Todeswegen, frei
I verfügen.
' 2) In Ansehung der Succession sind die Lehne feuda
foeminina promiscua, jedoch werden die'Töchter
von den Söhnen, und die Schwestern von den
Brüdern oder Brüder- und Schwestersöhnen aus-
geschlossen; auch werden die Mutter und die Co-
gnaten von der Mutter.Seite zur Succession nicht
zugelassen.
3) Um ein Lehngut besitzen zu können, wird beson-
ders erfordert, daß man in den Fürstenthümern
mit einem Grundstücke belehnt sei, oder daß man
aus einer Familie herstamme, welche im Besitze
solcher Güter sich befindet. Dieser Punct ist je-
doch mehrfach modificirt.
4) Die sui heredes sind von der Erneuerung der
Lehns-Investitur befreiet.
Merckel's Commentar I. c. S. 585.
Berichte des Ober - Landesgerichts zu Breslau vom
21. December 1811 und 10. Januar 1812;
Vol.'I. fol. 337 und 347. der angef. Acten.
3) In Oberschlesien.
a. In den Fürstenthümern Oppeln und Ratibor
sind, nachdem das einzige daselbst belegene Lehn, die Herr-
schet Cosel, und nachher Ratibor, im Jahre 1811
allodificirt worden ist, keine Lehne vorhanden. Dasselbe ist
der Fall mit den Standesherrschaften Ober-Beuthen
und Pleß.
b. In den Fürstenthümern Troppau und Jagern-
dorf, diesseitigen Antheils, kommen keine Lehne vor.
c. Der Fürstenthums-District Kätscher ist ein Kö-

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