Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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Zerstreuung der Materialien, bis jetzt möglich gewesen ist.
Dabei können, dem Zweck dieser Abhandlung, und ihrer
Bestimmung für eine Zeitschrift zu Folge, besonders in Be»
treff der innern Lehnsverhältnisse, nur die Hauptmomente
herausgehoben werden. Demjenigen, der sich über die Ein-
zelnheiten jener Verhältnisse zu belehren wünscht, muß das
Studium der gehörigen Orts angegebenen Quellen über-
lassen bleiben.

Unter den deutschen Staaten war der preußische der
erste, welcher mit der Auflösung des zwischen dem Lehns-
herrn und. den Vasallen bestehenden Lehnsverbandes vor»
schritt. König Friedrich Wilhelm l. erließ schon am 5.
Januar 1717 ein Edict,
C.C.M. T. II. Abschn. Y. No. 59. S. 81 u. flgde.,
wodurch er sich bereit erklärte, auf das Obereigenthum al»
ler landesherrlichen, sowohl adlichen als Schulzen- und
Bauernlehne mit allen daraus herfließenden Rechten, Ver-
zicht zu leisten, 'wenn die Lehnsbesitzer dafür einen jährli-
chen Kanon, als Vergütigung der bisherigen Lehnspflich-
ten, übernehmen würden. Von dieser Allodification wurden
jedoch ausgenommen:
s. die Thron- und Erbämter-Lehne, .
1». die feuda extra curtem,
c. die auf zwei Augen stehenden, oder beanwartschafte-
ten Lehne.
Auf Privat-Lehne, diese mochten von Individuen oder
moralischen Personen releviren, fand jene Verordnung keine
Anwendung; auch wurde der Verband zwischen den Lehns-
besitzern und Agnaten in den Fällen, wo die Allodification
Platz greifen sollte, aufrecht erhalten.

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