Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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Die Materialien lehren, daß diese Stellung und diese
Worte grade in der Absicht gewählt worden sind, um der
entgegengesetzten Auslegung vorzubeugcn.
In dem ersten Entwürfe wurde die Lehre von der
Amotion oder dem Diebstahl unter nahen Anverwandten
unter den allgemeinen Grundsätzen über den Diebstahl, und
vor den Specialien vom gemeinen Diebstahle ohne erschwer
rende, und mit erschwerenden Umständen, und vom gewalt-
sanien Diebstahle, abgehandelt.
Die §§. 1133. 1134. 1136. Tit. 20. Th. II. Allg.
Landr. stimmen, bis auf wenige, unsre Controverse nicht
betreffende Modificationen, überein, mit den §§. 885. bis
887. im Concept des Entwurfs, welche lauten:
§. 885. „ Entwendungen, welche unter Eltern und Kin-
dern, unter Ehegatten, oder unter Geschwistern vor-
gefallen sind, sollen als Diebstahl nicht angesehen,
noch von Amtswegen untersucht oder bestraft werden."
§. 886. „ Ein Gleiches gilt auch von andern Anver-
wandten, die mit einander in Einem Hause leben."
§. 887. „Wird aber die Entwendung von dem beschä-
digten Theile gerügt, so muß solche an dem Thäter
gleich jedem andern Diebstahl bestraft werden."
Erst mit dem §. 888. beginnt die Lehre vom gemei-
nen Diebstahl ohne erschwerende Umstände, §. 894. die
vom gemeinen Diebstahl mit erschwerenden Umständen,
und §. 913. die vom gewaltsamen Diebstahl.
S. Bd. XX. fol. 248". u. flgd.
In demselben Bande toi. 339". folgt die ganz gleich
lautende, den Mitgliedern der Gesetz-Commission und dem
Regierungs-Präsidenten von Tevenar mitgetheilte Ab-
schrift des Suarezschen Concepts. Den allegirten §§.
des Concepts entsprechen in der Abschrift die §§. 907. bis
909. 910. 916. 936.

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