Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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ner F. Gn. ein sonderlicher Richter zu solcher Appellation
verordnet werde.
Oder ob es besser sein möchte und gefälliger/ daß
itzund in erster Aussatzung und Ordnung dieses Cammer«
gerichts, auch etzliche Richter in gemein zu allen Appel-
lationen, die zwischen der Unterthanen Sachen erwüchsen,
mit etzlichen ihren sonderlichen Beisitzern, durch seine F.
Gn. verordnet und gesetzt würden, und so oft der eine ab-
ginge, daß alsdann seine F. Gn. noch vor dem nächsten
folgenden Cammerricht einen andern an des abgegange-
nen statt bestimmet und geordnet hatte.
Es möchten auch diese itzund in gemein zu den Ap-
pellationen verordnete Richter und Beisitzer, in Sachen so
sich zwischen seiner F. Gn. und einem Unterthan, oder zwi-
schen einem Unterthan und seiner F. Gn. hielten, so aus
denen eine Appellation erwüchse, erkennen. Oder ob zu
solcher Appellation, so in der Sachen an einem Theil seine
Fürst!. Gn. beträfe, alsdenn, so Noch würde sein, oder
itzund mit Aufrichtung dieser Ordnung, sonderliche Richter
in ihren Würden und Ständen, denn die andern gemein
Richter der Appellation, jedoch in dem Churfürstenthum zu
Brandenburg gesessen, seiner Churfürstl. Gn. zu Ehren, soll-
ten oder möchten gekoren gegeben und verordnet werden,
zu bedenken.
Item sollte vor gut angesehen werden, in dem Arti-
kel darinn die Zeit der Verfolgung der Supplication auf
eine Schrift aufgefetzet, daß die durch nachfolgige Clause!
gebessert werde. „Es wäre denn daß der Richter und die
Beisitzer, weiter Anbringens und Anführens, den Parten
von nöthen erkennten." Denn cs kann sich schwerlich leiden,
daß in eine Schrift die Supplicationes oder Appellation
mögen gestellet werden. Dieweil vielleicht in der Appella-
tion Sachen, bei welchen so viel als in principali auf-
l. Bd. Is St. 13

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