Full text: Volume (Bd. 1 (1830))

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Einrichtung selbst ist übrigens aus einem/ für Ost-
preußen unterm 22. Juli 1790 ergangenen EdicA in
das Gesetzbuch übertragen worden.
Es bleibt also nur diejenige Classe von Staats-
bürgern übrig/ welche gar kein Gewerbe treibt/ und der
also die Befugniß/ sich wechselmäßig zu verpflichten/ be-
nommen ist/ worunter besonders
1) die Officianten aller Art/ welche blos von ihren Be-
soldungen/ imgleichen
2) diejenigen/ welche von ihren Renten leben/ gehören.
Es laßt sich aber auch in der That nicht abschen/
wozu diese des Wechsel - Credits bedürfen sollten. Ein
solcher Mensch kann und muß sich so einrichten/ daß
er seine Ausgaben nach seiner Einnahme regulire. Thut
er dies/ und erwirbt er sich dadurch den Ruf eines or-
dentlichen und wirthschaftlichen Mannes/ so wird es
ihm/ wenn ja einmal der unvorhergesehene Fall eines
außerordentlichen Bedürfnisses eintritt/ an dem benöthig-
ten Personal-Credit auch ohne Wechsel nicht fehlen/ zu-
mal ihm die Gesetze noch das Hülfsmittel der Ausstel-
lung eines instrumenti guarentigionati an die Hand
geben/ aus welchem ebenfalls ein schneller/ executivischer
Proceß statt findet/ und wodurch der Creditor eben die
Priorität/ wie aus einem Wechsel/ erhalt. '
Schon die gegenwärtigen Gesetze untersagen den
Predigern und Schullehrern das Wechselausstellen. Bei
andern Civilbedienten ist aber offenbar paritas rationis
vorhanden/ da es auch bei diesen dem Staate sehr nach-
theilig werden kann/ wenn sie/ mitten im Lauf ihrer
Geschäfte/ denselben durch den/ von einem Gläubiger
ausgebrachten Wcchselarrest/ ungewarnt entrissen werden.
Die Erfahrung hat auch gelehrt/ daß just die mitt-
leren Classeu der Civilbedienten/ und besonders die hö-

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