Full text: Beiträge zur Kenntniß des Rechts der freien Hansestadt Bremen (Bd. 1 (1837))

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Recht und Gerechtigkeit desto besser gehandhabet, auch ein
Jedweder im Stande erhalten, und für gänzlichen Ruin,
wie auch sein Nächster und das ganze Land für sonst etwa
mit zu erleidenden Schaden conservirt und bewahret werden
könne. Wornach ein Jedweder hinführo sich zu achten
und zu richten haben wird, wie dann bei fürkommenden
Klagfallen und Förderungen, hiernach gerichtet und geur-
theilet werden soll.
Verordnung von 1707 im Juny
einige Unterthanen auf dem Lande dadurch in einen flech-
ten Zustand gerathen, daß sie ihren'Kindern weit über
ihr Vermögen gehende Brautschatzgelder, und andere Mit-
giften, gleich wann des Gutsherren Land ihr eigen wäre,
ganz übermäßig versprechen, welcher Mißbrauch dann,
auch bei Ueberlassung Hauses und Hofes, nicht weniger
zu geschehen pfleget; Als will wolbemeldeter Hochweiser
Rath die Anno 1682 bereits desfalls gethane Verord-
nung dahin erneuert haben, daß kein Hausmann, ohne
Zustimmung und Bewilligung der respertive Herren Rich-
ter und Gohgräfen jedweden Orts, als auch seines Guts-
herrn, einige Ehepacten und Ueberlassungsverglciche zu
schließen und aufzurichten, oder sonsten wegen der Mit-
gift und Aussteuer die geringste Versprechung zu thun,
inskünftige solle zugelassen seyn, die auch diesem zuwider
geschehene Uebergebung des Hauses und Hofes, Ehepac-
tcn, und wie sie sonst Namen haben mögen, sollen nicht
alleine ganz ungültig und unkräftig, sondern auch
ein jedweder der 'paciscirenden Partheyen denen respeclive
Herren und Gohgräfen in eine ansehnliche Geld-Buße
verfallen seyn.
Verordnung von 1730 d. 27. Jan. 2).
Wann ein Hausmann einen- Sohn oder Tochter ausstatten

5) S. Sammlung von Frirdr. Meier. S. 375.
*) Sammlung von Fr. Meier. S. 363.

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