Full text: Beiträge zur Kenntniß des Rechts der freien Hansestadt Bremen (Bd. 1 (1837))

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ten zu verpflichten blieb hingegen ganz unmöglich. — (§. 2),
Das neue Dänische Seerecht hat nun jenen
Art. 46. deS älteren Dänischen Seerechtes wörtlich
ausgenommen, mithin gleichfalls eine reine persönliche
Verpflichtung der Rheder aus irgend einer Transaction,
sie möge Namen haben wie sie wolle 2), nicht statuirt.
Der Schiffer kann den Rheder nicht unmittelbar
persönlich verpflichten, und zwar (was auch die neue
Redaktion wörtlich wiederholt) deshalb nicht, weil der
■ Schiffer seiner Rheder Güter nicht weiter mächtig ist,
als er sie unter Händen hat; diese beschränken sich aber
aufdas Schiff und Gut, mit welchem er fährt * * 3),
indem unter Gut oder Güter (Gods) nicht etwa auch
die dem Rheder zugehörigen Frachtgüter begriffen sind,
sondern blos Schiffsgeräthschaft und Frachtgel-
der, weil ja der Rheder in Bezug auf erstere nach der
Natur der Sache jedem sonstigen Befrachter, über dessen
Eigenthum der Schiffer ohne specielle Vollmacht nicht
disponiren darf *), gleich zu achten ist.
0 Es bildet da- IV Buch deS Gesetzbuches König
Christians V. v. I. 1688. (Kong Christian den
Femtes Dauske Lov) cf. Pardessua Collect. T, III.
pag. 268.
a) Danske Lov. B. IV. cap. 2. art. S.
Kommer en Skipper udi fremmede Lande og giör der
nogen Handel, väre sig Kivb, Salg, Fragt, aller hvad
anden Handel der iianes kan, og haver med Brev
vg Segl derudi forpligtet sine Redere,
som hiemme ere, at skulle s v a r e o.g u n d g i e l-
de, da ere de ikke pligtigede det at holde,
udi nogen Maader.
3) „ferti en Skipper ere ikke RederneS GodS mägti'g
meer, end Han haver under händerne som
er det närvärendeS Skib og Gods, som
Han haver med at fare. u. s. «. (Die Ueber-
setzung dieses Art. S. bei Cropp oit. §. S6.)
*) Chr. Brorson. Försog til den sierdes Bog Fortolk-
ning i Christian V. danSke og norske Lov. Kiöben-
havn 1797. all cap. 2. Axt. S. pag. 137.

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