Full text: Beiträge zur Kenntniß des Rechts der freien Hansestadt Bremen (Bd. 1 (1837))

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Was denn anfangklich die verlobnussen belanget, Ver-
ordnen und gepieten wir, daß keine heimliche Verspre-
chung, ohne, der Eltern vorwissen und oousens vorge-
nommen, sondern mit deren vorbewußt und belieben ehr-
lich und öffentlich darin verfahren werden soll. -
Ordnung eines ehrenfesten Rath es u. s. w.
van 1634 — ist nur eine Wiederholung derselben Vor-
schrift.
Ordnung eines ehrenvesten Rathes u.s.w.
von 1656. Titul 3. Von Verlöbnussen.
Diesem nach wollen Wyr, daß die Verlöbnussen und
Eheversprechung nicht heimlich, sondern mit Zuziehung
und Vorwissen der Eltern oder Vormünder geschehen, also
ehrlich und öffentlich verfahren werden solle, bei willkühr-
licher Straff.
’ Verordnung von 1682 d.,28. May i)....»Dann
auch, und fürs ander, sollen keine Ehepacten unter den
Haus- oder Acker-Leuten und ihren Kindern, soviel deren
Aussteurung und versprechende Mitgifte betrifft, hinführo
gelten und Kraft haben, es sei dann, daß sie von den
Herren Gohgräfen jedweden Orts, und im Gerichte Borg-
feld von den Herrn Richtern daselbst vro tempore appro-
biret, zum Protocoll gebracht und unterschrieben seyn, die
dann vorher zu erforschen, und in Consideration zu ziehen,
auch zum Fundament desfalls zu setzen haben, was ein Jed-
weder, ausser , seines Gutsherrn Land, an selbst eigenen
Mitteln habe, sodann, wie viel emes jedweden Kindes
Antheil nach abgezogenen Passiv-Schulden, in dem allen
seyn könne, wonach die Mitgifte und Zusage der Aussteu-
rung und Ueberlassungen der Höfe zu reguliren, damit also

Sammlung verschiedener V. O. bei Fn'edr. Meier.
S. 371. Nedacteur der Sammlung soll der Secre-
tarius Franz Behrens gewesen sein. Derselbe be-
wies sich auch in den schwierigen Zeiten deZ sieben-
jährigen Krieges der Stadt sehr nützlich.

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