Full text: Volume (Bd. 1 (1837))

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sönlich hasten, vielmehr soll der Eigenthümer seine For-
derung gegen,die Fracht compensiren; was bei-
läufig bemerkt, doch ebenfalls die Ankunft des Schif-
fes am Bestimmungshaven voraussetzt.
Die Bestimmung des Art, 68. in Betreff der Bod-
merey stellt endlich schon an sich das Schiff selbst
als den Gegenstand der Befriedigung der Bodmereyschuld
hin. Es hastete hier nämlich vermöge des Bodmcrey-
contractes der Schiffer selbst, nebst Schiff und Gut; —
allein wenn die Rheder es nicht zum Verkaufe des Schif-
fes kommen lassen wollten, so waren sie verpflichtet dem
Schiffer das Geld zu der Ablösung der in dringender
Nothwendigkeit geschloffenen Verbindlichkeit herbeizuschaffen.
Die Schlußabrechnung 3) des Schiffers aber erle-
digte die übrigen Differenzen von selbst; denn hatte er
durch Abweichung von seiner Bestimmung und durch Ver-
zögerung der Reise die Schuld, (wegen der Zinsen) ver-
mehrt, so kam solches Uebermaaß nur ihm selbst
zur Last; blieb er aber mit Schiff und Gut ganz aus,
so hatte ja der Contract keinen Effect.
Auch hier ist an eine directe Zahlungsverpflich-
tung nicht zu denken, die der Bodmereycontract ja auch
überhaupt nicht kennt.

§. 7.
' Wir kommen nun wieder auf unsere Frage zurück.
Diese eben angeführten Grundsätze waren zur Zeit
der Abfassung des Recesses vom Jahre 1581, wie schon
bemerkt, den Hanseaten, insbesondere den Verfassern die-
ses Recesses, den Lübeckern, völlig bekannt, mußten
aber nothwendig ihnen, denen eine mißtrauische Vorsich-

3.) Dänisch. Seerecht v. 156t.Art.10.,— Der Hans.Receß
von 1391 Art. 12. spricht von solcher RechnungSab-
lage als einer bekannten Sache und enthält mir ei-
nige Bestimmungen über Las Labet von dem Schiffer
zu beobachtende Verfahren.

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